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Aus der Stadt Besucherrekord beim Bilderbuchsonntag
Hannover Aus der Stadt Besucherrekord beim Bilderbuchsonntag
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00:16 15.02.2017
Von Saskia Döhner
Haben viele Lieblingsbücher: Familie Haupt aus Kirchrode. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Mit Bilderbüchern wächst man besser, Vorlesen ist Spachförderung“, sagt Bürgermeister Thomas Hermann. Wenn das stimmt, dann müssen die kleinen Kinder, die beim 9. Bilderbuchsonntag des Lesenetzwerkes Hannover im Pavillon waren, ziemlich groß werden. Elias (16 Monate) zum Beispiel. Noch interessiert er sich vor allem für die Bilder in den Büchern und weniger die Worte. Tiere finde er spannend, die auf dem Bauernhof lebten genauso wie die im Zoo, sagt seine Mutter Johanna Waltsgott (30) aus der Südstadt, die selbst gern Bücher von Enid Blyton, Erich Kästner, aber auch Otfried Preußlers Klassiker „Der kleien Wassermann“ und „Die kleine Hexe“ gern gelesen hat.

Fast 2700 Besucher zählt Koordniatorin Brigitte Dill bis zum späten Sonntagnachmittag: „Das ist Rekord.“ Lesen ist Familiensache. So wie den Tartjes aus der List. Vater Claas (38) blättert mit Sohn Jonte (2) in einem Bauernhofbuch, während Mutter Iris (37) den Schwestern Jette (2) und Lilith (4) aus dem schwedischen Kinderbuch „Willi Wiberg“ vorliest.

Beim Bilderbuchsonntag des Lesenetzwerkes Hannover im Pavillon werden schon Kinder unter vier Jahren ans Lesen herangeführt – am Sonntag konnte verbuchte die Veranstaltung einen Besucherrekord mit 2700 Gästen.

Der Bilderbuchsonntag richtet sich ganz gezielt an Eltern mit Kindern unter vier Jahren. „Lesen ist Nahrungsaufnahme“, sagt Birgit Nerenberg von der Buchhandlung „Sternschnuppe“. „Man muss Kinder möglichst früh heranführen, dann werden Bücher einen auch ein Leben lang begleiten.“ Leider gebe es inzwischen viele Familien, in denen nicht mehr vorgelesen würde. Wer nicht lese, sei im Nachteil, das werde in der Schule, aber auch später immer wieder deutlich. Da müsste man von außen entgegenwirken - durch Vorleseaktionen in Kitas, Schulen und Büchereien oder eben solchen Großereignissen wie dem Bilderbuchsonntag.

Bei Mio (2) kann Björn Möller (38) nichts falsch machen, wenn in dem Buch Trecker und Tiere vorkommen. Was er früher selbst gern gelesen hat? Der Vater aus Linden überlegt kurz: „Ronja Räubertochter und Petzibär.“

Ob Drache Kokosnuss, Stachelschwein Mathilda, die Ratten Elliot und Isabella oder die Erdmänchen Gustav, Pauline und Rocky - in den Büchern von Ingo Siegner spielen Tiere stets de Hauptrolle. Der Auftritt des Kinderbuchautoren und -illustrators gehört zweifellos zu den Hauptattraktionen. Er zeichnet, liest aus seinem Buch „Kunstraub im Sprengel Museum“ über moderne Bilder, die „aussehen, als seien sie noch nicht fertiggemalt“, und signiert stundenlang geduldig Bücher - mit kleiner Zeichnung inklusive. Leon Hartmann (8) aus Misburg ist großer Siegner-Fan und trägt stolz dessen Autogramm nach Hause: „Ich kenne alles von ihm.“ Mutter Maria (40) nickt: „Das stimmt.“

Axel Muhl (48) aus Langenhagen hat früher gern von den Abenteuern des Postenboten Pitje Puck gelesen. Seine Tochter Carla (3,5) liebt Wimmelbücher. Johanna ist erst 2, aber die Liste ihrer Lieblingsbücher, die ihre Eltern Daniel (41) und Mareike (31) Haupt aus Kirchrode aufzählen, ist lang: „Kuh Lieselotte“, „Elmar, der Elefant“, „Was-ist-was“, „Der kleine Bär“. Da muss Schwesterchen Pauline (drei Monate) noch ganz schön wachsen.

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