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Wo starten die nächsten Ganztagsschulen?

Betreuung in Hannover Wo starten die nächsten Ganztagsschulen?

Ob Grundschüler ein Betreuungsangebot am Nachmittag wahrnehmen können, hängt stark davon ab, in welchem Stadtteil sie wohnen. Umso drängender ist die Frage, welche Grundschulen nun zu Ganztagsschulen umgewandelt werden. Die Verwaltung setzt dabei auf einen Mix aus Sozialdaten und vermuteter Nachfrage.

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An der Otfried-Preußler-Schule lernen und spielen Kinder auch am Nachmittag. Andere Schulen warten auf den Start des Ganztagsangebots.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Die Stadt will die Umwandlung von Grundschulen in Ganztagsschulen vorantreiben und damit mehr Kindern eine Betreuung am Nachmittag ermöglichen. Doch was soll bei der Auswahl der nächsten Schulen stärker ins Gewicht fallen – die soziale Lage im Stadtteil oder die dringende Nachfrage von Eltern, die beide arbeiten?

„Wir sehen natürlich den Bedarf an Betreuung, den berufstätige Eltern haben“, sagte Schuldezernentin Rita Maria Rzyski gestern im Schulausschuss. Aber die Kommune habe auch einen bildungspolitischen Auftrag zu erfüllen. „Die soziale Herkunft von Kindern hat großen Einfluss auf ihren Lernerfolg. Mit der Ganztagsschule wollen wir die Chancen aller Kinder erhöhen.“

Für Eltern ist bisher Glückssache, ob sie für ihr Kind nach der Einschulung nachmittags eine Betreuung finden. Und das hängt stark vom Stadtteil ab, in dem die Familie lebt. Aktuell gibt es in Mühlenberg nur für knapp 26,7 Prozent, in Misburg-Nord für 29 Prozent der Grundschüler ein Nachmittagsangebot in Schule oder Hort, in der Nordstadt für 37 Prozent. Schlusslichter sind Ahlem mit 12 Prozent, Ricklingen (16 Prozent) und Herrenhausen (24 Prozent). Am anderen Ende der Skala liegen Stadtteile wie Vahrenwald, Kleefeld, Döhren, Linden-Mitte und Wettbergen mit rund 100 Prozent Versorgung. Das Heideviertel weist sogar 120 Prozent aus, weil auch Kinder aus anderen Stadtteilen dort unterkommen.

Umso drängender ist die Frage, wie die nächsten Ganztagsschulen ausgewählt werden. Die Verwaltung setzt dabei auf einen Mix aus Sozialdaten und vermuteter Nachfrage. Der Anteil der Alleinerziehenden, der Kinder aus Einwandererfamilien und der Familien, die Sozialleistungen beziehen, spielt eine Rolle. Um den Bedarf berufstätiger Eltern an einer Nachmittagsbetreuung für ihr Grundschulkind einzuschätzen, orientiert sich die Verwaltung an der Betreuungsquote im Kindergarten. Wenn Kinder bereits vor der Einschulung nachmittags betreut werden, dürften Eltern dies auch weiter benötigen. Dies wird bei den Berechnungen bereits stärker berücksichtigt.

„Es ist sehr sinnvoll, den Betreuungsbedarf besonders zu berücksichtigen“, sagt Elternsprecher Ralf Popp. Die Elternvertreter im Schulausschuss haben gestern aber auch leise die Frage gestellt, ob die Nachfrage nicht noch stärker gewichtet werden könne. „Das geht immer, wäre aber eine Entscheidung der Politik“, sagt Schuldezernentin Rzyski.

Als nächste Grundschulen gehen Stammestraße, Tegelweg und Tiefenriede in den Ganztagsbetrieb. Bis 2020 sollen Pestalozzi-Grundschule, Kardinal-Galen-Schule und Grundschule Mengendamm folgen. Für die Zeit ab dem Schuljahr 2020/2021 stehen neun Schulen auf der Liste, als erste die Grundschule Mühlenberg.

Mit Beginn des neuen Schuljahrs bieten 41 der stadtweit 60 Grundschulen Ganztagsbetreuung. Dafür werden aber schrittweise Horte aufgelöst oder in Ganztagsschulen integriert. Stadtweit hat die Verwaltung eine Betreuung am Nachmittag für rund 75 Prozent der Grundschüler als Zielmarke gesetzt. Wie hoch das Angebot in den Stadtteilen ausfallen wird, soll von den Gegebenheiten vor Ort abhängen.

Aktuell werden bereits für 70 Prozent der Grundschüler Nachmittagsangebote in Schule, Hort oder anderen Einrichtungen gemacht. In vielen Ganztagsschulen nehmen die Kinder aber freiwillig teil und nur an einzelnen Tagen in der Woche.

So hoch ist die Betreuungsquote in den Stadtteilen

  • Linden-Süd: 143,8
  • Heideviertel: 120,1
  • Döhren: 101,6
  • Wettbergen: 99,3
  • Kleefeld: 98,8
  • Vahrenwald: 98,1
  • Wülfel: 94,3
  • Linden-Mitte: 97,6
  • Limmer: 91,2
  • Anderten: 91
  • Hainholz: 90,4
  • Davenstedt: 87,9
  • Oberricklingen: 86,4
  • Groß-Buchholz: 83,1
  • Badenstedt: 82,6
  • Mittelfeld: 81,9
  • Leinhausen: 81,1
  • Marienwerder: 81
  • Stöcken: 78,5
  • Ledeburg: 78
  • Kirchrode: 74,4
  • Calenberger Neustadt: 71,4
  • Linden-Nord: 70,2
  • List: 65,7
  • Bemerode: 64
  • Bothfeld: 58,2
  • Vahrenheide: 56,9
  • Sahlkamp: 49,3
  • Vinnhorst: 42,4
  • Oststadt: 40,1
  • Nordstadt: 36,9
  • Südstadt: 36,6
  • Misburg-Nord: 28,6
  • Mühlenberg: 26,7
  • Herrenhausen: 24,3
  • Ahlem: 11,7
  • Ricklingen: 16,3

Fehlende Stadtteile (beispielsweise Mitte und Bult) haben keine Betreuungsangebote. Quoten über 100 Prozent bedeuten: Es gibt mehr Plätze als Bedarf – meist werden sie von Kindern aus benachbarten Stadtteilen genutzt.

Quelle: Stadt Hannover

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