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BGR in Groß-Buchholz

Betrieb am Bohrloch geht wieder los

Von Bernd Haase

An Hannovers tiefstem Bohrloch auf dem Gelände der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Groß-Buchholz soll wieder gearbeitet werden. Ein Sprecher der Behörde dementierte allerdings Gerüchte, dass die Forscher dort sogenanntes Fracking erproben wollen, also das Aufbrechen von Gesteinsschichten in der Tiefe.
Auf dem Gelände der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Groß-Buchholz wird wieder gebohrt.

Auf dem Gelände der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Groß-Buchholz wird wieder gebohrt.

© Droese

Hannover. „Wir wollen lediglich weitere Bohrlochmessungen und sogenannte Förder- und Injektionstests durchführen“, teilt die BGR mit.

Ursprünglich war bis in eine Tiefe von 3900 Metern gebohrt worden, um Erdwärme aus dem heißen Wasser im Erdinneren zu gewinnen. Dieses Projekt scheiterte jedoch, weil kristalliertes Salz die Bohrung verstopft und die Wasserzirkulation unterbrochen hatte. Insgesamt sind 15 Millionen Euro für das Vorhaben ausgegeben worden, 20 Millionen waren veranschlagt.

Bei der BGR will man die Erdwärmenutzung in Norddeutschland noch nicht abschreiben und deshalb forschen. In Groß-Buchholz sollen 2000 Kubikmeter Frischwasser in die Erde gepumpt werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon Aufschlüsse über den bereits vorhandenen Riss sowie weitere Erkenntnisse über die Aufsalzung. Auch sollen am Bohrloch seismische Messungen vorgenommen werden.

Die Kosten beziffert die BGR auf deutlich unterhalb einer Million Euro. Wann gepumpt wird, steht noch nicht fest, weil noch genehmigungsrechtliche Fragen zu klären sind. In jedem Fall will die Bundesanstalt vor Beginn der Arbeiten wieder eine Anwohnerinformation in Groß-Buchholz durchführen.

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