Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Betriebsrat fordert Schließung der Klinik

Krankenhaus Lehrte Betriebsrat fordert Schließung der Klinik

Ein offener Brief vom Betriebsrat des Lehrter Krankenhauses hat für erheblichen Wirbel gesorgt. In ihm wird ein „Neubau an neutralem Ort“ gefordert. Das Schreiben bringt möglicherweise eine von SPD und Grünen vorbereitete Einigung über die Zukunft der Standorte Großburgwedel und Lehrte noch einmal ins Wanken. 

Voriger Artikel
Das war der Morgen in Hannover am 10. Dezember
Nächster Artikel
Die Linie 6 fährt wieder

Nach dem Willen des Betriebsrats soll das Klinikum geschlossen werden. Sie favorisieren einen Neubau an neutralem Ort. 

Quelle: Michael Wallmüller

Lehrte. In dem Brief an die Mitglieder des Aufsichtsrats teilt der Betriebsrat überraschend mit, dass nur ein „Neubau an einem neutralen Ort eine zukunftsfähige Variante für die Mitarbeiter sowie für die Bevölkerung sein kann“. Die Betriebsratsmitglieder schreiben außerdem, dass sie die öffentliche Diskussion in den vergangenen Tagen „mit Erschrecken“ verfolgt haben. Die Mitglieder des Gremiums lehnen in ihrem einstimmigem Votum die geplante Umwandlung vom Krankenhaus für die Grund- und Regelversorgung in eine geriatrische Spezialklinik ab. Unklar ist, wie der Konzernbetriebsrat des Klinikums der Region zu dem Brief steht, seine Vorsitzende war gestern nicht zu erreichen.

Wie berichtet, wollen die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen in der Regionsversammlung sowohl das Krankenhaus in Großburgwedel als auch die Klinik in Lehrte erhalten. In Großburgwedel ist deshalb ein Neubau am bisherigen Standort geplant, Lehrte soll die Chirurgie verlieren und einen geriatrischen Schwerpunkt sowie eine Spezialabteilung für Wirbelsäulenleiden erhalten.

Damit stellen sich die beiden Parteien gegen das Votum der Geschäftsführung des Klinikums. Diese hatte sich dafür ausgesprochen, an einem noch zu suchenden Standort in der Region ein komplett neues Krankenhaus zu bauen und dann die beiden Kliniken zu schließen.

Die Grünen reagierten gestern „entsetzt“ auf die Entscheidung des Lehrter Betriebsrats. Mit seinem Votum spreche sich der Lehrter Betriebsrat gegen das Krankenhaus in Burgwedel aus, sagt die Gesundheitsexpertin der Regionsfraktion, Doris Klawunde. Die Grünen arbeiteten derzeit an der „Zukunftsfähigkeit beider Standorte“, meinte Fraktionschefin Brigitte Nieße. Es sei unverständlich, wenn sich der Betriebsrat für die Neubavariante und gleichzeitig für eine wohnortnahe Versorgung ausspreche. „Der Betriebsrat stellt das Eigeninteresse vor das der Bevölkerung“, sagte sie. CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek, der in Lehrte wohnt, warf dem Lehrter Betriebsrat eine „unsägliche Gesprächskultur“ vor. Er sei verwundert, dass das Gremium nicht in den vergangenen Monaten auf ihn zugekommen sei.

Ganz anders äußerte sich dagegen Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats ist. „Das ist eine bemerkenswerte Stellungnahme des Betriebsrats, die in die weitere Diskussion im Aufsichtsrat und den anderen Gremien einfließen wird“, sagte er.     

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Standorte Lehrte und Großburgwedel
Foto: Wie geht es weiter mit dem Klinikum in Lehrte? Eine Entscheidung soll im März fallen.

Eine Entscheidung über die Zukunft der Krankenhäuser Lehrte und Großburgwedel soll bis zum März fallen. Das ist am Donnerstag aus Reihen von SPD und Grünen bekannt geworden. Wie aus einer Vorlage für den Aufsichtsrat hervorgeht, soll die Regionsverwaltung dabei die Linie vorgeben.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Wohnungsbrand in Kleefeld

Zu einem Wohnhausbrand in Kleefeld ist am Freitagnachmittag die Feuerwehr ausgerückt.