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Aus der Stadt Betrüger plündern Konten von 140 Baumarktkunden in Hannover
Hannover Aus der Stadt Betrüger plündern Konten von 140 Baumarktkunden in Hannover
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07:24 18.08.2011
Im Hornbach-Baumarkt auf dem Hanomag-Gelände in Linden wurden die Kontodaten der Kunden mit einem perfiden Trick ausgespäht. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

ec-Kartenfälscher haben in Hannover in großem Umfang Konten von Bankkunden geplündert. Ihr Trick: In einem Hornbach-Baumarkt hatten sie mehrere Kartenleser an den Kassen manipuliert und Kontodaten und Geheimnummern von 140 Kunden ausgespäht. Anschließend plünderten die Betrüger von den USA aus die Konten. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den bislang ersten Fall in Hannover, bei dem ec-Geräte an Kassen manipuliert wurden. Zuvor hatten es die Täter nur auf Geldautomaten in Bankfilialen abgesehen. Erst im Juli hatten Betrüger zwei Automaten der Hannoverschen Volksbank präpariert und 400.000 Euro erbeutet.

Zwei Wochen waren die Geräte vermutlich präpariert

Der aktuelle Fall wurde aufgedeckt, weil ein Bankkunde am vergangenen Sonnabend eine falsche Abbuchung bemerkt hatte. Die Bank konnte aufgrund der zeitlichen Nähe eine Verbindung zu einem Einkauf bei Hornbach im Stadtteil Linden-Süd herstellen. Dort stellte die Polizei die betroffenen Geräte an den Kassen sicher. Bis dahin hatten die Skimming-Betrüger 140 weitere Hornbach-Kunden um ihr Geld gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass die ec-Geräte zwei Wochen lang präpariert waren, ohne dass es auffiel. „Einen solchen Fall hat es in Hannover noch nicht gegeben“, sagte gestern Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Es sei möglich, dass noch weitere Kunden der Hornbach-Filiale Opfer der Betrüger geworden seien. Andere Geschäfte im Raum Hannover seien bislang nicht betroffen.

Auf welche Weise die Täter die Geräte manipuliert haben, sollen weitere Ermittlungen klären. Auffällig ist, dass im selben Zeitraum bei mehreren Einzelhändlern in Hannover ähnliche Geräte gestohlen wurden. Ob die Täter diese dann manipuliert und heimlich mit den Originalen bei Hornbach ausgetauscht haben, wollte die Polizei gestern nicht bestätigen. Ein Zusammenhang zwischen den Taten sei jedoch nicht ausgeschlossen, sagt Schiewe.

Hornbach kündigte an, die Sicherheitssysteme in den Baumärkten zu überprüfen. Zu Details wolle man sich allerdings nicht äußern und die Ermittlungen der Polizei abwarten, teilte eine Sprecherin mit. Die Sparkasse Hannover hat nach eigenen Angaben bereits die ec-Karten von 120 Kunden gesperrt, die im betroffenen Zeitraum in der Hornbach-Filiale eingekauft hatten. Der Einzelhandelsverband wollte noch gestern Abend die Geschäftsinhaber in der Region Hannover per E-Mail warnen und zur Überprüfung ihrer ec-Geräte drängen. Da es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen Einzelfall handele, könnten Kunden auch weiterhin ihre ec-Karte nutzen, sagte Verbandschef Ullrich Thiemann.

Ein Experten-Interview und weitere Artikel zum Thema lesen Sie in der Donnerstagausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung oder im E-Paper.

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