Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Bewegende Feierstunde für Hiroshima

70 Jahre nach Abwurf der Atombombe Bewegende Feierstunde für Hiroshima

In einer bewegenden Feierstunde haben mehr als 200 Menschen im Mahnmal Aegidienkirche der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 70 Jahren gedacht. Um 8.16 Uhr, zum Zeitpunkt der Detonation am 6. August 1945, schlugen Bürgermeister Thomas Hermann und der stellvertretende Stadtsuperindentent Thomas Höflich dreimal die Friedensglocke an.

Voriger Artikel
Breaking News: Kevin braucht Hilfe
Nächster Artikel
Herrn Hibbes neuer Laden

200 Menschen haben bei einer Gedenkfeier im Mahnmal Aegidienkirche des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 70 Jahren gedacht.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Die ist ein Geschenk von Hannovers Partnerstadt Hiroshima. "Wir Menschen haben das Feuer der Apokalypse in unserer Welt selbst entfach", sagte Höflich in einer kurzen Andacht. Er erinnerte daran, dass die Bomberpiloten vor ihrem Abflug vom luherischen Feldgeistlichen mit einem Gebet verabschiedet wurden: "Ein makaberes und für uns Christen zutiefst beschämendes Detail." Dann beschwor er die friedensstiftende Kraft des Glaubens: Verschiedene Religionsgemeinschaften werden heute den ganzen Tag über in der Aegidienkirche Gebete und Meditationen halten.

Am Donnerstag fand in der Aegidienkirche eine Gedenkfeier mit Trauer-Teezeremonie statt.

Zur Bildergalerie

"Der 6. August 1945 ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung", sagte Bürgermeister Hermann. Er kritisierte den "unbedingten Willen der US-Militärs, die Bombe einzusetzen" und forderte eine Welt ohne Atomwaffen. Noch heute litten zahlreiche Menschen an den Folgen der Katastrophe, und noch immer bedrohten 30000 Atomwaffen die Menschheit.
 
 Im Anschluss an die Veranstaltung feierte die aus Hiroshima stammende Teemeisterin Hiroyo Nakamoto eine Trauer-Teezeremonie, wie sie in Japan an Jahrestagen zum Totengedenken üblich ist. "Dieselbe Zeremonie wird heute auch in Hiroshima begangen", sagte die Kulturbotshafterin der Stadt, deren Großeltern zu den Überlebenden des Atombombenabwurfs zählten. An der Gedenkfeier nahmen zahlreiche Jugendliche aus Hannovers Partnerstädten und von einem YMCA-Camp teil. Darunter war auch eine Gruppe aus Hiroshima: "Unsere Großeltern haben uns immer vor Atomwaffen gewarnt", sagte die 16-jährige Saki: "Diese Bomben dürfen niemals wieder eingesetzt werden."

Im Mahnmal Aegidienkirche gibt es heute um 18 Uhr eine multireligiöse Friedensandacht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Hanova zieht in Bürogebäude am Klagesmarkt

Jahrelang wurde um die Bebauung der historischen Marktfläche gestritten 
– jetzt ist das erste Gebäude nutzbar. Am Montag ziehen die Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft Hanova ein.