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Bezirksrat Döhren-Wülfel stimmt Kronsberg-Bebauung zu

Neubaugebiet Bezirksrat Döhren-Wülfel stimmt Kronsberg-Bebauung zu

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat drei Verwaltungsdrucksachen zum geplanten Neubaugebiet Kronsberg-Süd abgesegnet. Allerdings wurde Kritik an den Folgen für die Natur und der Verkehrsführung geäußert.

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Kronsberg-Süd Bebauungsplan 2017. Quelle: Stadt Hannover, Repro: med

Quelle: Conrad von Meding

Mittelfeld.  Im Süden des bereits bestehenden Kronsberg-Viertels soll in den nächsten Jahren ein neues, gewaltiges Neubaugebiet für 7000 bis 8000 Menschen entstehen. Inzwischen hat der Rat den Plänen zugestimmt – zuvor aber hat auch der Bezirksrat Döhren-Wülfel, in dessen Einzugsgebiet nur ein kleines Stück des Bauprojekts liegt, den Plänen der Stadt in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zugestimmt. Zum Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan und zu den städtebaulichen Verträgen gab es lediglich zwei Enthaltungen der beiden Vertreter von „Die Linke“ und „Die Partei“. Dem Antrag zu einer Neuordnung der Wärmeversorgung – es geht um die Vergabe einer neuen Gemeinschaftskonzession für das bereits bestehende und das geplante Kronsberg-Quartier – stimmte das Gremium einstimmig zu.

Nennenswerte Debatten über die sehr umfangreichen Vorlagen der Verwaltung zum 53 Hektar großen Baugebiet gab es nicht. Gerd Sommerkamp (CDU) stimmte den Plänen letztendlich ebenso wie seine Fraktion zu, gab zuvor aber ein persönliches Statement ab. Er wies darauf hin, dass durch die Bebauung eines weiteren Teils des Kronsbergs sehr viel für den Naturschutz wichtige Fläche verlorengehe. Betroffen seien allein aufseiten der Tierwelt 23 Arten, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten oder zumindest auf der Vorwarnliste stehen; darunter seien etliche Vogel-, Schmetterlings- und Heuschreckenarten. „Früher gab es auf dem Kronsberg noch Fasane und Rebhühner“, mahnte Sommerkamp, „aber die sind auch schon verschwunden.“ Generell würde er es begrüßen, so der Christdemokrat, wenn man neuen Wohnraum eher durch eine Verdichtung in bestehenden Quartieren als durch ein Erschließen neuer, naturnaher Flächen schaffen könne.

Hauptstraße geht durch die Mitte

Eine Anfrage zur Straßenführung im geplanten Neubaugebiet stellte Linken-Bezirksratsherr Manfred Milkereit. Er wollte wissen, warum die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Hauptstraße in Kronsberg-Süd mitten durch die Wohnsiedlung führen soll und nicht wie die Kattenbrookstrift im bereits bestehenden Quartier am westlichen Rand der Bebauung angelegt wird. Nach Auskunft von Stadtplaner Hans-Heiner Schlesier müssen die am westlichen Rand von Kronsberg-Süd gelegenen Wohnhäuser stärker gegen Lärm geschützt werden, unter anderem wegen der nahen Arvato-Logistikhalle. 

„Auf der Westseite dieser Häuser sollen deshalb viele Nebenräume und Treppenhäuser angeordnet werden, was dem Erscheinungsbild an einer Hauptstraße abträglich wäre“, sagte Schlesier. Auch verlaufe die Stadtbahn am südlichen Kronsberg anders als im Bereich der Bestandsbebauung überwiegend in Troglage und könne somit wenig zur Belebung der Straße beitragen. Und schließlich sei für die neue Hauptstraße eine „relativ moderate Verkehrsmenge“ prognostiziert worden, so dass die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen nur wenige Einschränkungen bei Ausrichtung und Gestaltung der angrenzenden Häuser nach sich ziehen würden. 

Den Plänen der Stadt für das Neubaugebiet hat nun auch der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode zugestimmt. Anschließend hat der  Rat der Stadt diese im Eiltempo beschlossen.

Von Michael Zgoll

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