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Lernen, Leben zu retten

Blaulichtmeile in der City Lernen, Leben zu retten

Zwischen Steintor und Kröpcke stellen sich in jedem Jahr Hannovers Retter und Helfer vor, vom Roten Kreuz bis zur Feuerwehr. Auf dieser "Blaulichtmeile" lernten Passanten am Sonnabend, dass manche Verbände selbst Sorgen haben.

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Erste-Hilfe-Übungen auf der Blaulichtmeile.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Auf der Blaulichtmeile, üblicherweise bekannt als Georgstraße, steht Bernd Beyer in orangefarbener Weste. Unten auf dem Pflaster liegt eine Animationspuppe, oder genauer: Kopf und Oberkörper. Beyer arbeitet beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), und seine selbst gestellte Aufgabe an diesem Sonnabend heißt: "Es ist so einfach. Traut euch!" Passanten können beim DRK lernen, wie man Menschen reanimiert, also Leben rettet. Das geht mit Mund-zu-Mund-Beatmung oder mit Hilfe eines Defibrillators, jener Geräte, die das Herz wieder zum Pumpen bringen. Manchmal genügt es bereits, einen Notarzt anzurufen. Die Leute wollen helfen, sagt er, sie haben oft nur Angst, etwas falsch zu machen. Natürlich geht so etwas nicht in ein paar Minuten zwischen Steintor und Kröpcke, Gulaschkanone und DLRG-Parcours für Bobby-Cars, wo sich erneut Vereine und Verbände und die Feuerwehr als Organisationen helfender Hände vorstellten. Beyer empfiehlt deshalb, Tageskurse zu belegen, um in Zukunft besser, oder wieder, erste Hilfe leisten zu können. Klar, dass er einen Tipp hat: beim DRK, für 35 Euro.

Feuerwehr, THW, DLRG und andere Rettungs- und Hilfsdienste zeigten auf der Blaulichtmeile zwischen Kröpcke und Steintor was sie tun und was sie können. 

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50 Meter weiter bauen Julian Brunnenberg und Lisa Muermann einen Stand der Johanniter auf. Die haben Probleme, die anderen Sozialverbänden nicht fremd sind: Mangel an Fachkräften. Es fehlen zum Beispiel Pflegekräfte für betreutes Wohnen und Demenzkranke. "Das Problem ist, dass es zu wenig Nachwuchskräfte gibt, die Nachfrage aber wächst", sagt Brunnenberg. Johanniter wollen den Mangel selbst bekämpfen. Auf der Meile am Sonnabend suchten sie nach Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr anstreben oder einen Platz im Bundesfreiwilligendiesnt suchen.

Von Gunnar Menkens

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