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Blindgänger bei Johnson Controls entschärft

Bombenräumung in Marienwerder Blindgänger bei Johnson Controls entschärft

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände von Johnson Controls in Marienwerder ist am Mittwochabend eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger musste noch in der Nacht entschärft werden.

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Der Fundort liegt auf dem Gelände von Johnson Controls.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Rund 150 Bewohner in Havelse mussten wegen des Blindgängerfundes bei Johnson Controls am Mittwochabend ihre Wohnungen verlassen. Für sie richtete die Feuerwehr das Johannes-Kepler-Gymnasium am Planetenring im Garbsener Stadtteil Auf der Horst als Notquartier ein. Noch in der Nacht wurde der Blindgänger entschärft, weil die Bombe beschädigt war, der Zünder aber noch intakt.

Der Blindgänger lag im Westen des Werksgeländes zwischen den Stadtbahnhaltepunkten Wissenschaftspark und Pascalstraße. Entdeckt worden war der Sprengkörper bei Fundamentarbeiten auf dem Gelände von Johnson Controls. Kurz nach dem Fund entschied die Feuerwehr, die Bombe noch im Laufe der Nacht zu entschärfen. Dafür musste der Bereich rund um das Gelände evakuiert werden, in dessen Nähe unter anderem die Bundesstraße 6 und das Laser-Zentrum Hannover liegen. Aufgrund der Lage in einem Industriegebiet waren vergleichsweise wenige Haushalte betroffen.

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände von Johnson Controls in Marienwerder ist am frühen Mittwochabend eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

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Gegen 22 Uhr begann die Evakuierung, kurz vor Mitternacht waren fast alle betroffenen Wohnungen geräumt. Kurz danach begannen die Kampfmittelräumer mit der Bombenräumung. Und die verlief dann doch schneller als gedacht. Denn die Entschärfung galt wegen der Beschädigungen an der Bombe als schwierig. Für eine mögliche Sprengung hatte die Feuerwehr sogar vorsorglich einen Platz in einem kleinen Waldstück auf dem westlichen Teil des Werksgeländes von Johnson Controls vor.bereitet. Direkt am Fundort war eine Sprengung nicht möglich, weil in unmittelbarer Nähe Gas- und Fernwärmeleitungen verlaufen.

Das Werk von Johnson Controls wurde in den Abendstunden komplett geräumt. Dort arbeiten für gewöhnlich während der Nachtschicht mehrere Hundert Mitarbeiter. Zum Zeitpunkt der Alarmierung waren noch 225 von ihnen vor Ort. „Bis auf einige wenige werden diese zum Schichtwechsel um 22 Uhr das Werk verlassen“, sagte Unternehmenssprecher Christian Riedel. Die letzten Mitarbeiter verließen das Werk erst kurz vor der eigentlichen Entschärfung, da nicht alle Maschinen komplett abgestellt werden sollten. 

Erst im August hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst an der A 2 am Kreuz Hannover-Ost vier Blindgänger entschärft. Im Mai dieses Jahres hatte eine Bombenentschärfung den Flughafen Langenhagen fünf Stunden lang lahmgelegt. Im Mai 2015 waren rund 31.000 Menschen von einer Bombenräumung in der Südstadt betroffen gewesen.

Immer wieder müssen in Hannover Fliegerbomben entschärft werden. Ein Überblick über die Bombenräumungen der vergangenen Jahre:

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Von Isabel Christian, Frerk Schenker und Markus Holz

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