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Blitz-Rekord auf dem Messeschnellweg in Hannover

Tausende Temposünder erwischt Blitz-Rekord auf dem Messeschnellweg in Hannover

Knapp ein Jahr, nachdem die Stadt am Messeschnellweg einen Blitzer aufgestellt hat, werden dort Monat für Monat weiterhin Tausende Temposünder erwischt. Von Anfang Mai bis Ende Juni löste die Anlage in Höhe Weidetorkreisel rund 12.000-mal aus.

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An keiner Stelle der Stadt werden mehr Raser erwischt: Etwa 6000 Fahrzeuge werden pro Monat auf dem Messeschnellweg geblitzt – und die Unfallzahlen sinken.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Pro Monat wurden also etwa 6000 Fahrzeuge geblitzt; von Januar bis April waren es monatlich etwa 3900 Fahrzeuge. An keiner Stelle im Stadtgebiet werden mehr Raser erwischt.

Der Blitzer auf dem Westschnellweg in Höhe Limmerstraße löst rund 1000-mal im Monat aus, alle anderen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen kommen auf dreistellige Ergebnisse. In den ersten drei Monaten nach der Aufstellung hatte der Blitzer am Messeschnellweg sogar rund 27.000-mal ausgelöst. Die Stadt hatte allerdings erwartet, dass die Autofahrer sich an die Anlage gewöhnen würden und die Zahl drastisch zurückgehen würde. Das aber ist nur bedingt der Fall. „Es gibt weiterhin auffällig viele Geschwindigkeitsverstöße auf dem Messeschnellweg“, sagt Gerd Schöler, Verkehrssicherheitsexperte der Polizeidirektion Hannover.

Die Stadt hatte die Messanlage im vergangenen Jahr in Höhe der Anschlussstelle Weidetorkreisel in Richtung Pferdeturm installiert. Dort war es in den Vorjahren immer wieder zu schweren Kollisionen gekommen, wenn Autofahrer auf den Schnellweg fuhren und sich in den fließenden Verkehr einfädeln wollten. Weil der Beschleunigungsstreifen an dieser Stelle mit etwa 50 Metern knapp bemessen ist, muss der Verkehr auf dem Schnellweg auf 80 Stundenkilometer heruntergebremst werden. Bevor die Stadt den Blitzer aufstellte, hielt sich allerdings nur ein Bruchteil der Autofahrer daran: Eine Untersuchung der Polizei ergab damals, dass 17,5 Prozent der Fahrzeuge mehr als 21 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren.

Ein Vergleich der Unfallzahlen aus den vergangenen Jahren lässt nun einen Trend erahnen: Kam es 2009 noch zu 25 Unfällen, reduzierte sich die Zahl mit Installation des Blitzers im Jahr 2010 auf 18. Seit Jahresbeginn hat die Polizei an der kritischen Stelle bisher lediglich sieben Unfälle aufgenommen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Auffahrunfälle, die sich auf der Zufahrt vom Weidetorkreisel zum Messeschnellweg ereigneten. Dort bremsen weiterhin zahlreiche Autofahrer abrupt ab, weil sie nicht darauf eingestellt sind, dass der Beschleunigungsstreifen so kurz ist. Offenbar muss an dieser Stelle nachjustiert werden. „Noch ist es viel zu früh, um wirklich sagen zu können, ob sich die Unfallzahlen durch den Blitzer nachhaltig reduziert haben“, sagt Verkehrssicherheitsexperte Schöler. Eine zuverlässige Auswertung sei frühestens in einem Jahr möglich.

Im gesamten Stadtgebiet gibt es neun stationäre Geschwindigkeitsmesspunkte. Darüber hinaus setzt die Stadt an 20 Ampelanlagen Blitzgeräte ein, um zu überwachen, ob Autofahrer bei Rot über die Kreuzung fahren. Laut Stadtverwaltung summieren sich die Einnahmen, die die Blitzgeräte in die Kasse spülen, auf jährlich rund zwei Millionen Euro. „Damit können wir gerade die Kosten für diese Kontrollmaßnahmen decken“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser.

Stationäre Blitzer in Hannover

Im Stadtgebiet Hannover gibt es neun stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen. Sie sind jedoch nicht immer alle in Betrieb, da die Stadt nur vier Kameras für die Blitzkästen besitzt.
An diesen Stellen wird die Geschwindigkeit überprüft:

  • An der Hildesheimer Straße in Höhe des Döhrener Turms in Richtung Süden.
  • Am Westschnellweg in Höhe der Anschlussstelle Limmerstraße in Richtung Stöcken.
  • Am Bischofsholer Damm zwischen Freundallee und Heiligengeiststraße in beiden Richtungen.
  • An der Mecklenheidestraße in Höhe des VW-Werks in beiden Richtungen.
  • An der Nienburger Straße zwischen Kniggestraße und Callinstraße in beiden Richtungen.
  • An der Karl-Wiechert-Allee auf der Brücke in Richtung der Kirchröder Straße.
  • Am Messeschnellweg, Höhe Weidetorkreisel in Richtung Pferdeturm.

Darüber hinaus setzt die Stadt einen mobilen Blitzer ein. Das Gerät ist inzwischen an 280 Stellen in der Stadt eingemessen worden und kann dort umgehend eingesetzt werden.

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Weidetorkreisel
Ab Mitte August in Betrieb: Der neue Blitzer am Messeschnellweg.

Die Stadt Hannover nimmt Mitte August ein neues stationäres Geschwindigkeitsüberwachungsgerät in Betrieb. Derzeit wird der Blitzer am Messeschnellweg in Höhe des Weidetorkreisels in Fahrtrichtung Pferdeturm installiert. „Der Standort ist auf Empfehlung der Unfallkommission ausgewählt worden“, sagte Stadtsprecher Andreas Möser.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews

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