Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bomben-Verdachtspunkte liegen auf Üstra-Gelände
Hannover Aus der Stadt Bomben-Verdachtspunkte liegen auf Üstra-Gelände
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:44 04.05.2017
Müssen 31.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen? Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Die genauere Überprüfung mehrerer Blindgängerverdachtspunkte im Norden Hannovers könnte mehrere zehntausend Menschen betreffen. Zwei der möglichen Bombenfundstellen liegen nach HAZ-Informationen auf dem Gelände des Busdepots der Üstra an der Vahrenwalder Straße. Sie wurden bei Sondierungsarbeiten für den Bau von Wohnungen auf dem Areal entdeckt. Sollte sich der Verdacht dort erhärten, müsste die Feuerwehr wegen der dichten Besiedelung des Gebietes wie in vergleichbaren Fällen einen Evakuierungsradius von einem Kilometer rund um die beiden Verdachtspunkte ziehen.

Damit wären große Teile der List und Vahrenwald betroffen - darunter auch die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen und das Männerwohnheim in der Büttnerstraße. Einer von mehreren möglichen Terminen für die Entschärfung der Blindgänger ist nach Angaben der Feuerwehr der 7. Mai. Nähere Informationen will die Stadt erst am Ende der kommenden Woche bekannt geben.

Falls am ersten Sonntag im Mai tatsächlich zehntausende Menschen in den betroffenen Stadtteilen ihre Wohnungen verlassen müssen, überlegt man im Rathaus schon jetzt, wie damit umzugehen ist. Die Bürger sollen nicht nur versorgt, sondern auch ein wenig unterhalten werden. Schließlich bedeutet eine Bombenräumung für die Evakuierten vor allem eines: Warterei. Nach Informationen der HAZ denkt die Stadt über Angebote für Familien nach, insbesondere für Kinder. Auch will man die Evakuierten über die einzelnen Schritte der Bombenräumung genau informieren, etwa über aufgestellte Bildschirme in provisorischen Unterkünften.

Immer wieder müssen in Hannover Fliegerbomben entschärft werden. Ein Überblick über die Bombenräumungen der vergangenen Jahre:

Die bislang größte Bombenräumung in der Geschichte der Stadt Hannover fand im Mai 2015 statt. Damals mussten rund 31.000 Bewohner der Südstadt ihre Wohnungen verlassen, weil bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Grundschule Birkenstraße ein Fünf-Zentner-Sprengsatz entdeckt worden war. 850 Helfer waren im Einsatz. Die Evakuierung begann um 20 Uhr. Die Bombe war gegen 2.30 Uhr entschärft, so dass erst dann alle Betroffenen in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Von Bernd Haase und Andreas Schinkel

Hannovers Kämmerer Marc Hansmann (SPD) verabschiedet sich von den Finanzpolitikern in seiner letzten Ausschusssitzung am Mittwoch mit einer guten Nachricht. In 2016 erwirtschaftet die Stadt ein Haushaltsplus von fünf Millionen Euro. Ursprünglich wurde ein Defizit von 85 Millionen Euro erwartet.

Andreas Schinkel 29.03.2017

Wegen Bauarbeiten an der Südschnellwegbrücke wird die Hildesheimer Straße im Mai zweimal jeweils für mehrere Tage komplett gesperrt. Die Sperrungen dauern dann vom Freitag bis zum frühen Dienstagmorgen. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rechnet mit starken Verkehrsbehinderungen.

29.03.2017

Tausende Wildunfälle jährlich gibt es in Niedersachsen. Obwohl sich meist der Jäger um die toten Tiere kümmert, wollte die Straßenbehörde für die Beseitigung neuerdings von Autofahrern Geld kassieren. Zu unrecht, entschied nun das Gericht.

29.03.2017