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So lief die Bombenentschärfung von Vahrenheide ab

Blindgängerfund So lief die Bombenentschärfung von Vahrenheide ab

Erleichterung um kurz vor Mitternacht: Sprengmeister Marcus Rausch und sein Team haben am Mittwochabend eine britische 250-Kilo-Bombe, die an der Kreuzung Ikarusallee / Ecke Alter Flughafen lag, entschärft. Rund 10.000 Menschen mussten dafür ihre Wohnungen verlassen.

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Checkliste: Daran müssen Sie bei der Evakuierung denken

Der britische Blindgänger in Vahrenheide ist enschärft.

Quelle: Uwe Dillenberg

Eine halbe Stunde hatten Sprengmeister Marcus Rausch und sein Team gebraucht, um den Blindgänger unschädlich zu machen, dann hatten sie den Zünder herausgedreht. "Nach ein paar Schwierigkeiten zu Beginn hat die Entschärfung gut funktioniert", sagte Rausch nach erfolgreicher Arbeit.

In Vahrenheide ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Noch in der Nacht wurde er entschärft.

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Der Blindgänger war gegen Mittag bei Straßenbauarbeiten entdeckt worden. 10.000 Menschen im Radius von einem Kilometer rund um die Fundstelle mussten ihre Wohnungen verlassen. Allerdings gab es mal wieder Probleme: Zahlreiche Anwohner blieben trotz Aufforderungen in den Häusern. Polizei und Feuerwehr durchkämmten bis nach 23 Uhr die Wohngebiete südlich der Autobahn und holten Bewohner aus den Gebäuden. 600 Helfer waren im Einsatz.

Für die Feuerwehr war es aber eine Evakuierung im üblichen Rahmen: "Die gesamte Räumung war sehr zufriedenstellend", bilanzierte Gianni Hilliger von der Feuerwehr.

Wie läuft eine Bombenräumung ab? Unser Multimedia-Dossier gibt Antworten.

Um 20  Uhr hatte die Räumung des Gebiets begonnen. Angesichts der spontanen Bombenentschärfung kritisierten am Abend einige Anwohner, von Feuerwehr und Stadt viel zu spät informiert worden zu sein. Dazu gehörte etwa Anke Klug, die an der Dunantstraße wohnt. Es sei bereits ihre zweite Evakuierung, erzählte die 59-Jährige. Die erste aber sei besser gelaufen. Die Anwohner hätten diesmal viel zu spät von der Evakuierung erfahren, kritisierte sie: „Warum ist nicht schon am Nachmittag ein Lautsprecherwagen durch die Straßen gefahren?“

Eine Seniorin hatte die Räumungsaufforderung schlicht verschlafen. Andere versteckten sich hinter Gardinen, manche verriet das flackernde Fernseherlicht. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste bis spätnachts über dem Sperrgebiet. Weil die Einsatzkräfte jedes Haus einzeln überprüfen mussten, verzögerte sich die Evakuierung.

Am Abend baute die Feuerwehr eine Containerwand am Fundort der Bombe auf, die im Falle einer Explosion als Schutz dienen sollte. Die Emmich-Cambrai-Kaserne musste entgegen erster Annahmen nicht evakuiert werden. „Nur ein kleiner Teil der Anlage gehört zum Sperrgebiet“, sagte Feldjäger-Presseoffizier Stefan Otto: „Dort befinden sich aber keine Unterkünfte.“

Ab 20 Uhr stellte die Üstra den Betrieb der Stadtbahnlinie 2 zwischen Büttnerstraße und Alte Heide ein, zudem bediente die Buslinie 135 mehrere Stopps nicht mehr. Die Sammelstelle für alle, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkamen, wurde in der Herschelschule eingerichtet. Gegen 22 Uhr waren etwa 1000 Menschen in der Turnhalle, Klassenzimmer wurden geöffnet.

Der Live-Ticker zur Entschärfung zum Nachlesen.

frs/pah/man/sbü

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