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7500 Anwohner von Bombenräumung betroffen

Sonntag, 14. August 7500 Anwohner von Bombenräumung betroffen

Wegen dreier möglicher Bombenfunde müssen am Sonntag, 14. August, rund 7500 Menschen in Hannovers Norden vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Betroffen sind die hannoverschen Stadtteile Bothfeld, Sahlkamp, Vahrenheide sowie der Langenhagener Ortsteil Langenforth und die angrenzende Feldmark von Isernhagen-Süd. 

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Quelle: Symbolbild/M

Die Räumung soll um 9 Uhr beginnen. In den kommenden Tagen will die Stadt in den betroffenen Gebieten an der Autobahn 2 Handzettel in deutscher, englischer, türkischer und russischer Sprache verteilen.
Der Evakuierungsradius lässt darauf schließen, dass die mutmaßlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Autobahnabfahrt Hannover-Bothfeld sowie des A-2-Parkplatzes Vahrenheide liegen. Die Verdachtspunkte hatten sich bei Sondierungen im Vorfeld von Bauarbeiten an der A 2 ergeben.

Um jedoch genau feststellen zu können, ob es sich bei den Funden um Blindgänger handelt, muss in einem Umkreis von einem Kilometer evakuiert werden. In diesem Fall umschließt das Evakuierungsgebiet unter anderem einen Teil des Wohngebiets Alter Flughafen, nahezu den gesamten Sahlkamp nördlich der Kugelfangtrift, einen Teil des Viertels zwischen General-Wever-Straße und Langenforther Straße sowie den Bereich um den Silbersee bis zur Hindenburgstraße und dem Masurenweg. Die Paracelsusklinik fällt jedoch nicht mehr ins Sperrgebiet. Dort wird die Feuerwehr wassergefüllte Container als Splitterschutzwände aufstellen.

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In östlicher Richtung könnte sich das Sperrgebiet allerdings noch etwas verkleinern. Denn dort untersucht die Feuerwehr derzeit noch einen Verdachtsfall, der in der Nähe einer Erdgasleitung liegt. „Hier können wir nicht einfach graben, sondern müssen den Fundort per Hand ausschachten“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Das ziehe die Erkundungsarbeiten hin. Er könne deshalb voraussichtlich erst in der kommenden Woche sagen, ob der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Sonntag einen dritten Verdachtspunkt genauer untersuchen muss, oder ob es bei zwei möglichen Blindgängern bleibt. 

In der Herschelschule, Großer Kolonnenweg 37, wird so oder so für die betroffenen Anwohner eine Sammelstelle eingerichtet. Ein kostenloser Busverkehr bringt sie ab 9 Uhr dorthin. Gehbehinderte Menschen können zudem vor dem 14. August unter der Telefonnummer (05 11) 1 92 22 einen Krankentransport anmelden, der sie aus ihren Wohnungen und zur Sammelstelle bringt. 

Die Feuerwehr schätzt, dass die Bewohner des gesperrten Gebietes erst am späten Nachmittag zurück in ihre Häuser können. Für Fragen zur Räumung richtet die Stadt wieder ein Bürgertelefon ein. Es ist am Freitag und Sonnabend kommende Woche jeweils von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag ab 7 Uhr unter der Rufnummer 08 00 7 31 31 31 erreichbar.

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Foto: Die Polizei sichert das gesperrte Gebiet.

Auch am dritten und letzten Verdachtspunkt ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf eine Bombe gestoßen. Der amerikanische Sprengkörper ist entschärft. Die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen. Die A2 ist wieder frei. Lesen Sie hier die Ereignisse im Ticker nach.

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