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Bombenräumung am Siloah abgesagt

Linden-Süd Bombenräumung am Siloah abgesagt

Entwarnung in Linden-Süd: Die vermeintlichen Blindgänger auf dem ehemaligen Parkplatz an der Stammestraße sind tatsächlich ungefährlicher Metallschrott. Das bedeutet zugleich Entwarnung für etwa 15.000 Anwohner in umliegenden Häusern und Wohnungen.

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Quelle: Feuerwehr Hannover

Sie hatten sich bereits auf die Evakuierung des Sicherheitsbereichs eingestellt, die nun nicht mehr notwendig ist. „Es handelte sich um die Reste eines Metallfasses und weitere metallische Gegenstände“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz und fügt erleichtert an: „Somit bleibt uns einiges erspart.“ In den kommenden Tagen bekommen die Haushalte im betroffenen Gebiet mehrsprachige Flyer mit der Mitteilung über die Entwarnung.

Immer wieder müssen in Hannover Fliegerbomben entschärft werden. Ein Überblick über die Bombenräumungen der vergangenen Jahre:

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Ende Februar hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) auf der Baustelle drei Verdachtsorte ausgemacht, an denen sich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnten. Sie wurden in acht bis neun Meter Tiefe im Boden vermutet. Zuletzt hatten sich die Experten auf etwa einen Meter herangegraben. Montagvormittag untersuchte der KBD die drei vermuteten Fliegerbomben erneut und gab schließlich Entwarnung.

„Es ist eine äußerst positive Nachricht, dass eine Evakuierung nicht mehr erforderlich ist und insbesondere die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz des Siloah-Klinikums nun nicht mehr umgesetzt werden müssen“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Sowohl die Feuerwehr als auch das Krankenhaus hatten in den vergangenen Wochen Pläne entwickelt, was während der Bomben-Entschärfung zu tun gewesen wäre.

Allein die Feuerwehr wäre mit 500 bis 600 Leuten im Einsatz gewesen. Da die Evakuierung des benachbarten Klinikums Siloah zu aufwendig gewesen wäre, war der Plan entwickelt worden, das Krankenhaus durch einen Wall aus Überseecontainern zu schützen. „Wir waren kurz davor, alles aufzubauen“, sagt Hintz. Parallel dazu wurden 12.000 Flugblätter verteilt, Krankentransporte koordiniert, Öffnungszeiten mit Arztpraxen abgestimmt und die Verlegung einer innerhalb der Evakuierungszone gelegenen Methadon-Ausgabestelle besprochen.

Auch das Siloah-Krankenhaus war vorbereitet. „Der Sonntag hätte kommen können“, sagt Steffen Ellerhof, Sprecher des Klinikums der Region Hannover (KRH). Die den Blindgängern zugewandten Seiten wären geräumt worden, der Rufdienst für Notfälle hätte im Siloah statt zu Hause in Bereitschaft gestanden.

Dass die Evakuierung nach drei Wochen Vorbereitung nun doch nicht nötig ist, stört die Planer nicht. „Der Aufwand, der während der Bombensuche betrieben wurde, ist absolut vertretbar“, sagt Feuerwehrsprecher Hintz. Von ihrer Silhouette her ähnelten die verrosteten Metallgefäße Blindgängern. Und im Klinikum Siloah spricht man von einer „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ zwischen Klinik, Feuerwehr und KBD. „Wir betrachten es als eine wichtige Übung für später“, sagt Klinikumssprecher Ellerhoff.

Von Peer Hellerling

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