Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bothfelder tritt Baseballschläger zu Kleinholz
Hannover Aus der Stadt Bothfelder tritt Baseballschläger zu Kleinholz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 01.07.2016
Von Uwe Janssen
Karim Duygu zeigt, wie er den Weltrekord geknackt hat: "Man muss an der richtigen Stelle treffen." Quelle: Tim Schaarschmidt
Anzeige
Hannover

Wenn Kerim Duygu mal ins Reden kommt, dann hört er nicht wieder auf. Aber: Er hat auch viel zu erzählen. Denn der Bothfelder ist jetzt Weltrekordler, und da seine Sportart etwas erklärungsbedürftiger ist als Hürdenlauf oder Weitsprung, erklärt es der Martial-Arts-Meister eben unaufgefordert und wortreich. Kampfkunst ist kein Volkssport, auch wenn sie immer mehr Fans findet, gerade bei Jugendlichen. Aber bis die Schüler von Kerim Duygu so weit sind wie ihr Trainer, wird es noch viel Kraft, Schweiß und schmerzende Knochen kosten. Denn der Meister hat gerade innerhalb einer Minute 65 stattliche Baseballschläger zu Kleinholz gemacht - mit seinem Schienbein. Den Titel „Bruchtestweltmeister“ hatte er vorher schon. Für sein neuestes Meisterstück gibt es einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Und sechs Wochen Reha.

Aber Schmerz ist für einen wie Duygu nicht mehr als eine lästige Nebenerscheinung. Denn obwohl die Disziplin Baseballschlägerzertrümmern vermutlich nie olympisch werden dürfte, ging es um Ruhm, in Duygus Branche sogar um Weltruhm, wenn man so will. Für seinen Rekordversuch hat er einigen Aufwand betrieben, kistenweise Baseballschläger geordert und sich eigens sieben schwere Halterungen schweißen lassen, in denen er die Hölzer optimal treffen konnte. 55 hätten gereicht, um dem bisherigen Rekordhalter aus Japan den Titel abzujagen. „Aber ich hab noch mal so richtig Gas gegeben.“ Sein Schienbein anschließend auch, der rechte Unterschenkel schwoll auf Oberschenkelmaße an - und trotz intensiver Lymphdrainage nur langsam wieder ab. Immerhin hat es bei allen 65 Tritten auf der richtigen Seite Knack gemacht.

Kerim Duygu aus Bothfeld tritt innerhalb von einer Minute 65 Baseballschläger zu Kleinholz und hat damit einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Und das Erfolgsgeheimnis? „Mich haben bestimmt 40 Leute angerufen und gefragt, wie ich das mache“, sagt Duygu, „aber ich bin doch nicht doof und erzähl’ das!“ Er mache eben seit 30 Jahren Kampfsport, das härte ab und verändere auch die Knochenstruktur an bestimmten Stellen.

Wäre es nach seinem kurdischen Vater und seiner iranischen Mutter gegangen, hätte Duygu nicht kämpfen, sondern kochen gelernt. Er selbst wollte lieber Fotograf werden, landete aber schließlich im Hotelfach und stieg nach zwei Jahren auf Kampfsport um.

13 Jahre ist er jetzt dabei, sein Kampf-Kunst-Center in Bothfeld betreibt er seit 2006, im Moment hat er rund 190 Schüler. Er ist zwar „der Einzige in der Familie ohne Haare“, aber seine Frau und seine beiden anderthalb und sechs Jahre alten Töchter sind trotzdem ziemlich stolz auf ihren Weltrekordpapa. Und das mit dem Bein, das wird schon wieder.

Auch Polizeibeamte müssen sich an Verkehrsregeln halten, besonders wenn sie zivil und nicht nicht mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind. Wenn es trotzdem zum Unfall kommt, muss die Polizei für den Schaden gerade stehen. Eine 38-jährige Seat-Fahrerin muss jetzt nicht zu 100 Prozent für einen Auffahrunfall mit einem Streifenwagen haften, sondern nur zu 77 Prozent.

Michael Zgoll 01.07.2016
Aus der Stadt Abschied von ehemaligem Bundestagsabgeordneten - Trauerfeier für FDP-Politiker Detlef Kleinert

Familie und Freunde hatten mit zahlreichen Trauergästen gerechnet, und sie sollten recht behalten: Mehr als 200 Gäste kamen am Montag zur Trauerfeier für den ehemaligen FDP-Politiker. Kleinert war am 17. Juni an Krebs gestorben.

Gunnar Menkens 01.07.2016

Deutlich weniger Gäste als im Vorjahr sind am vergangenen Sonnabend zur Nacht der Museen gekommen: Die Veranstalter zählten rund 4000 Besucher. Im vergangenen Jahr waren es noch 6500 gewesen.

01.07.2016
Anzeige