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Aus der Stadt Breakdancer messen sich auf der Tanzfläche
Hannover Aus der Stadt Breakdancer messen sich auf der Tanzfläche
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00:16 08.12.2015
Von Andreas Schinkel
Beim Streetdance Battle wirbeln die Teilnehmer über die Tanzfläche. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Fette Bässe wummern aus den Boxen, Jugendliche sitzen im Kreis um die Tanzfläche und johlen. Ihnen gefällt, was die elfjährige Laura in ihrer Mitte so treibt. Sie biegt sich rückwärts in den Handstand und zuckt mit den Beinen. Nach ein paar Tanzeinlagen turnt sie einen Flickflack durch den Kreis. Auch ihre Gegnerin Lisa gibt ihr Bestes, verknotet die Beine, springt auf und lässt sich in einer fließenden Bewegung auf den Boden gleiten. Am Ende hebt die Jury den Arm – für Laura.

Rund 250 Hip Hop-Tänzer und Breakdancer haben sich am Sonnabend zum alljährlichen „Streetdance Contest“ im Jugendzentrum Döhren getroffen. In verschiedenen Tanzstilen und Altersklassen treten die Sportler gegeneinander an, für die Sieger ist ein Preisgeld von insgesamt 450 Euro ausgelobt. Aber nicht der Gewinn steht im Vordergrund, sondern die Lust an der Bewegung und das Treffen von Freunden. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt der 26-jährige Felix, der schon etliche Male dabei war. Er arbeitet als professioneller Tänzer und nimmt nicht mehr an dem Wettbewerb teil. „Hier ist vor allem der Nachwuchs gefordert“, sagt er. Inzwischen ziehe die Veranstaltung nicht nur Hannoveraner an. „Es kommen Leute aus Berlin, Holland und Dänemark“, sagt er.

Lauras Trainer Bujar drückt seine Schülerin lachend an sich und will sie gar nicht mehr loslassen. Laura keucht. „Mann, war das anstrengend“, sagt das Mädchen. „Sie gehört zu unseren Begabtesten“, sagt der Breakdance-Lehrer, der an der Langenhagener Tanzschule Lgh Movement unterrichtet. Lauras Fähigkeiten kommen nicht von ungefähr. „Ich trainiere drei Mal in der Woche Breakdance und zweimal Kunstturnen“, erzählt sie. Zudem reite sie gerne.

Beim Streetdance im Döhrener Jugendzentrum sind echte Sportler am Werk. Keine Showeinlagen mit Glitzerkostümen, kein Hüftgewackel für die männlichen Jurymitglieder. Mit akrobatischen Einlagen, experimentellen Tanzschritten und viel Gefühl für Bewegung überzeugen die jungen Tänzer. Sechsjährige drehen sich bereits im Kreis wie Kunstturner am Barren. Dabei heißt es stets: Lässig und locker bleiben. Angeberposen, die im Rap so beliebt sind, sind bei den Tänzern verpönt. Und während auf der Tanzfläche schon der nächste Wettkampf startet, lassen einige jugendliche Breakdancer ein paar Schritte entfernt, abseits des Rampenlichts die Körper rotieren. „Wir zeigen uns gegenseitig, was wir drauf haben. So zum Spaß“, sagt einer.

Der Streetdance im Jugendzentrum ist längst kein Geheimtipp mehr. „Wir richten im Hip-Hop-Bereich die letzte Veranstaltung des Jahres aus. Da kommen viele angereist“, sagt Hans Anders, Mitarbeiter des Jugendzentrums. Die Hip-Hop-Fans treffen alte Freunde wieder, die sie das Jahr über aus den Augen verloren haben. „Das ist eine Traditionsveranstaltung“, sagt Anders grinsend während die Bässe durchs Haus dröhnen.

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