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Aus der Stadt Briefe könnten montags später ankommen
Hannover Aus der Stadt Briefe könnten montags später ankommen
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00:17 15.08.2015
Von Michael Zgoll
Durch die Bündelung von Bezirken brauche man weniger Personal und könne die Zusteller entlasten. Quelle: dpa
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Hannover

Wie Sprecher Martin Grundler sagte, fielen an Montagen eh nur fünf Prozent der Briefpost-Wochenmengen an, in Ferienzeiten sei das Aufkommen nochmals geringer. Durch die Bündelung von Bezirken brauche man weniger Personal und könne die Zusteller entlasten; so hatten arbeitswillige Postler während des vierwöchigen Streiks in Juni und Juli besonders viele Überstunden angehäuft.

Grundler bestritt, dass diese vorübergehende Regelung der erste Schritt sei, sich generell aus der Montags-Zustellung zurückzuziehen - doch dies sehen die Gewerkschaft Verdi und der verbrauchernahe Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) anders.

Wie der Verdi-Postexperte Rolf Bauermeister sagt, habe er bundesweit von Betriebsräten gehört, dass für die Montagszustellung vorgesehene Briefe zurückgehalten würden und diese Beförderung „scheibchenweise ausgedünnt“ werde: „Das ist eine neue Qualität.“

Er habe Erkenntnisse, dass die Post im Raum Stuttgart montags sowie in der Region Frankfurt samstags keine Briefe mehr zustelle, erklärt DVPT-Sprecher Elmar Müller. Schon seit Jahren versuche die Post, auf Basis einer entsprechenden EU-Verordnung eine Fünf-Tage-Zustellwoche durchzusetzen, sei bislang aber regelmäßig am Widerstand der Länder gescheitert.

Die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde sieht noch keine Anzeichen, dass die Post mit der Montags-Bündelung der Bezirke gegen ihre Verpflichtung zur Sechs-Tage-Zustellung verstößt. „Wir werden die Auswirkungen aber überwachen“, sagt Sprecher Fiete Wulff.

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