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Mann würgt Schwester bis zur Bewusstlosigkeit

Verfahren wegen versuchtem Totschlag Mann würgt Schwester bis zur Bewusstlosigkeit

Ein mutmaßlich psychisch kranker Mann muss sich vor dem Landgericht wegen versuchten Totschlags verantworten. Der 49-Jährige soll zu Beginn des Jahres über seine Schwester hergefallen sein. Weil er an paranoider Schizophrenie und Wahnvorstellungen leiden soll, gilt er als Beschuldigter in einem Sicherungsverfahren. 

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Andreas D. bespricht sich mit seinem Verteidiger Klaus Wiegand.

Quelle: Zgoll

Hannover. Ein 49-jähriger Mann soll versucht haben, seine Schwester umzubringen. Laut Staatsanwaltschaft fiel Andreas D. am 14. Februar dieses Jahres völlig unvermittelt über die vier Jahre ältere Frau her. Er nahm sie auf dem elterlichen Hof in Mardorf in den Schwitzkasten, warf sie zu Boden und drückte ihr immer wieder Mund und Nase zu, sodass sie mehrmals bewusstlos wurde. Nun muss sich D. wegen versuchten Totschlags vor dem Schwurgericht verantworten. Doch weil der gelernte Fernmeldetechniker unter paranoider Schizophrenie und Wahnvorstellungen leiden soll, gilt er als Beschuldigter in einem Sicherungsverfahren. Derzeit ist D. in der Psychiatrie in Wunstorf untergebracht – gut möglich, dass er zu einem längeren Aufenthalt im Regionsklinikum verurteilt wird.

Die Frau, die nach Angaben ihres Bruders Pharmazeutin mit Doktortitel ist, muss bei der brutalen Attacke Todesängste ausgestanden haben. Unheimlich war sicher auch, dass ihr Bruder zeitweise mit verstellter Stimme sprach – offenbar lief in seinem Kopf ein anderer Film ab als in Wirklichkeit. Das Opfer schaffte es, seinem Peiniger in die Hand zu beißen, doch erst als er zu seinem Handy griff, konnte sich die Schwester befreien und weglaufen. Ein Arzt diagnostizierte bei ihr später diverse Rissquetschwunden, Prellungen und Blutergüsse.

Andreas D. lebt seit Jahren mit Mutter und Schwester auf dem Hof. Seine psychische Erkrankung könnte darin begründet sein, dass er nach der Jahrtausendwende die Trennung von seiner Ehefrau und den Verlust des Arbeitsplatzes nicht verkraftete. In einer persönlichen Erklärung schilderte D., dass „Massenmobbing“ bei der Telekom zu seiner Entlassung geführt habe.

Auf die Frage des Vorsitzenden Richters Wolfgang Rosenbusch, wie das Verhältnis zu seiner Schwester gewesen sei, schwankte der 49-Jährige zwischen „neutral“ und „locker freundschaftlich“. Einmal nur offenbarte er eine gewisse Bitternis: Sie habe sich in den Neunzigerjahren um Studium und Karriere kümmern dürfen, während er sich dem Hof widmen musste. Die körperliche Auseinandersetzung an jenem Sonntag im Februar stellte D. völlig anders dar als seine Schwester: Sie habe ihm völlig unerwartet einen Schlag auf den Kehlkopf verpasst, ihn gekratzt und gebissen. Daraufhin habe er sie in den Schwitzkasten genommen, damit ihre „Aggressivitätsschübe“ abklingen. Bei der Vernehmung der Schwester wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen –zum Schutz der Privatsphäre des mutmaßlich kranken Täters, der auch seine Mutter schon einmal angegriffen haben soll.     

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