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Aus der Stadt Brücke verliert Leuchtkraft
Hannover Aus der Stadt Brücke verliert Leuchtkraft
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13:05 09.07.2009
Von Conrad von Meding
Die Brücke verliert an Leuchtkraft. Quelle: Martin Steiner

Unternehmenssprecher Hartwig von Saß widersprach dem Eindruck, dass ein Wahrzeichen rücksichtslos zerstört werde: „Die Expo ist auf dem Messegelände sehr präsent – und wird es auch bleiben.“

Auch am Mittwoch arbeiteten Fachleute auf Gerüsten und mit Spezialgerät an der Demontage der Brücke. Für die Zwecke der Messe AG ist der Übergang zum Expo-Park und zum Skywalk überdimensioniert. Die beiden äußeren der insgesamt vier Brückensegmente waren ohnehin seit drei Jahren gesperrt, weil ihr Holzbelag nicht mehr als verkehrssicher galt. Messesprecher von Saß sagte, dass die Sanierung „einen siebenstelligen Betrag“ gekostet hätte.

Angesichts der Sparbemühungen, die sich das Unternehmen auch auf Druck der Geldgeber auferlegt habe, sei eine derartige Ausgabe nicht akzeptabel. Das gelte insbesondere, da die beiden Randsegmente der Brücke seit Anbeginn nur als Provisorien für den erhofften Andrang zur Weltausstellung konzipiert waren: „Technisch wäre es ohne Umbauten gar nicht möglich, dort eine dauerhafte Betondecke einzuziehen.“ Deshalb hätten die Holzteile der Brücke in den Folgejahren in regelmäßigen Abständen mit viel Geld renoviert werden müssen.

Am Mittwoch konkretisierte die Messe auch die Zahlen der großformatigen Leuchtstelen, die in bisher fünf und künftig in drei parallelen Reihen das Bild der einst größten Fußgängerbrücke Europas prägen. Demnach stehen nur 90 Exemplare auf der Brücke selbst, 50 auf dem Dach der Messehalle?8 und 25 auf der Expo-Plaza. Auf jeder Brückenseite fallen 16 Lampen weg – das macht einen Verlust von 32 Stelen.

Die Leuchtkörper wandern ins Ersatzteillager der Messe, Stahlbauteile werden entsorgt. Trotz der Demontage halte die Messe das Expo-Andenken weiter in Ehren, betont von Saß. So werde die Reihe der 147 verschiedenen Baumarten, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen, zwischen Exponale und Osteingang gepflegt ebenso wie die imposanten Graskegel. Als prominentestes Expo-Erbe auf dem Messegelände dürfe aber das Holzdach gelten. „Wer die weltweite Berichterstattung über hannoversche Messen verfolgt, der sieht, dass diese großartige Konstruktion immer wieder als Bildmotiv auftaucht.“

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