Im vergangenen Herbst ist es passiert: Ein Holzschlepper der städtischen Forstabteilung ist durch eine der Brücken in der vorderen Eilenriede gebrochen – und das, obwohl er nicht einmal schwere Lasten geladen hatte. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt, die anderen Achsen des Fahrzeugs hatten offenbar Halt – trotzdem hat der Vorfall die Verantwortlichen alarmiert.
„Wir haben ein Ingenieurbüro mit der Untersuchung aller Brücken in diesem Eilenriedeabschnitt beauftragt“, sagt Revierchef Gerd Garnatz. Tatsächlich muss an der Hälfte der gut ein Dutzend Hauptwegbrücken „richtig etwas gemacht werden“.
Spaziergänger sind nicht gefährdet, betont Garnatz. Um aber weiter Holzeinschlag auch im etwa 750.000 Quadratmeter großen Dreieck der vorderen Eilenriede zwischen Emmichplatz, Lister Turm und Zoo betreiben zu können, müssen einige Waldwege für Schwerlastverkehr befahrbar sein. „Alle Brücken sind an die 100 Jahre alt“, sagt Garnatz, „da ist es nicht erstaunlich, dass irgendwann gehandelt werden muss.“
Die Försterei hat jetzt für dieses und nächstes Jahr zunächst 100.000 Euro für die notwendigen Sanierungen im Haushalt angemeldet. Ob das reicht, werden die Untersuchungen des Ingenieurbüros zeigen.
Teichbrücke kaum schadhaft: Auch die Rundbogenbrücke am großen Ententeich hinter der Musikhochschule weist Schäden an den Fundamenten auf, wie Spaziergängern aufgefallen ist. Probleme für die Statik bestehen aber nach Angaben der Forstverwaltung derzeit nicht.
Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Mitte hatte verlangt, dass die Brücke ausgebessert wird. Angesichts der gefährlicheren Schäden an den anderen Brücken will die Stadt nun voraussichtlich zunächst nur kleinere Ausbesserungsarbeiten an der Ententeichbrücke vornehmen.
von Conrad von Meding
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