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Cruisers wollen nicht im Regen stehen

Streit mit Konzertveranstalter Cruisers wollen nicht im Regen stehen

Beim Lister Meilenfest und beim Maschseefest sind sie regelmäßig dabei. Auch über die Grenzen von Hannover hinaus ist die Band "Buddy and the Cruisers" bekannt. Ein geplanter Auftritt in Hagen sorgt nun aber für Ärger. Der Konzertveranstalter erhebt Vorwürfe, über die wohl ein Gericht entscheiden muss.

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Die drei Musiker von Buddy and the Cruisers haben Ärger wegen eines Auftrittes in Hagen.

Quelle: privat

Hannover. Der Konzertveranstalter Herbert Adler liegt im Clinch mit der hannoverschen Band Buddy and the Cruisers. Er will die Combo, die sich auf das Nachspielen insbesondere der Songs des amerikanischen Rock-’n’-Roll-Musikers Buddy Holly verlegt hat, wegen Betrugs verklagen. Sie habe sich nicht an Vereinbarungen gehalten, würde überzogene Gagennachforderungen stellen, obwohl der Preis für einen Auftritt der Coverband bereits fest verabredet gewesen sei. Buddy and the Cruisers, die regelmäßig für große Veranstaltungen in der Stadt wie das Lister Meilenfest und das Maschseefest gebucht werden, streiten die Vorwürfe ab.

Adler betreibt im Nebenberuf seit Jahrzehnten eine Agentur namens Eagle Event, organisiert unter anderem Auftritte für die bekanntesten deutschen Beatbands, die Lords und die Rattles. Er hatte das Trio aus Hannover für ein Konzert am 18. September in Hagen verpflichtet. 750 Euro Gage sollten Buddy und seine Rhythmusgruppe für den Auftritt bekommen.

Angespannte Stimmung

Der Konzertveranstalter buchte eine zweite Band, die Leather Brothers, als Vorgruppe, ließ Handzettel drucken und vereinbarte mit Buddy and the Cruisers für den 27. Juni einen weiteren Termin in Hagen. Bei einer Autogrammstunde und einem Kurzauftritt sollten die Musiker Werbung für ihr Konzert drei Monate später machen. „Sie waren dazu auch bereit, sie sind ja in unserer Region noch nicht so bekannt wie im Raum Hannover“, sagt Adler.

Es kam allerdings anders. Zwar cruisten Buddy und seine Mitstreiter am verabredeten Tag nach Hagen. Doch dort schrieben sie weder Autogramme, noch gaben sie einen kleinen musikalischen Einblick in ihr Repertoire. „Sie hatten nicht einmal ihre Instrumente dabei. Stattdessen verlangten sie plötzlich für den Auftritt im September 300 Euro pro Mann plus eine Übernachtung im Hotel“, sagt Herbert Adler.

Tatsächlich war die Stimmung unter den hannoverschen Musikern bereits vor ihrer Abreise nach Nordrhein-Westfalen etwas angespannt. „Wir haben unseren Bassisten, den Winnie Martin, erst überreden müssen, mit uns zu kommen, weil er keine Lust auf die zweieinhalb Stunden lange Anfahrt gehabt hat“, räumt Klaus-Dieter Lechte, der Trommler der Band ein.

Die übrigen Anschuldigungen der Agentur Eagle Event lässt der Drummer nicht gelten. „Selbstverständlich haben wir unsere Instrumente dabei gehabt, sie aber nicht aufgebaut, weil der Platz, auf dem wir auftreten sollten, zu wenig Schutz vor Regen geboten hat“, sagt Lechte. Für den Hagen-Gig sei keineswegs eine feste Gage von 750 Euro verabredet gewesen. „Wir wollten über das Finanzielle reden, wenn wir wegen der Autogrammstunde vor Ort sind“, sagt der Schlagzeuger.

Rechtsanwalt ist eingeschaltet

Herbert Adler hält es in der Angelegenheit inzwischen mit einem der größten Hits von Buddy Holly. „It Doesen’t Matter Anymore“ (Es macht mir nichts mehr aus) denkt er sich, hat den Auftritt von Buddy and the Cruisers in Hagen gestrichen und die Band von der Internetseite von Eagle Event entfernt.  „Ich habe alle Unterlagen meinem Rechtsanwalt übergeben, der kümmert sich jetzt darum“, sagt der Konzertveranstalter.

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