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Aus der Stadt Bürgeramt vergibt Autokennzeichen
Hannover Aus der Stadt Bürgeramt vergibt Autokennzeichen
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07:57 27.12.2011
Von Andreas Schinkel
Noch ohne „Fahrschein“: KFZ-Kennzeichen gibt es in Zukunft beim Bürgeramt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Geplant ist zudem, dass Bürgeramt und Zulassungsstelle auch organisatorisch und inhaltlich fusionieren. Autokennzeichen wird also künftig das Bürgeramt vergeben. Durch die Fusion spart die Stadt vier Mitarbeiter und damit fast 170.000 Euro pro Jahr ein, wie dem neuen Spar- und Konsolidierungsprogramm zu entnehmen ist.

Wie sich die Zusammenlegung konkret gestaltet, hängt vor allem von den örtlichen Gegebenheiten ab. „Wir wollen am neuen Standort mindestens den gleichen Standard wie derzeit im Bürgeramt und in der Zulassungsstelle erzielen“, sagt Ordnungsdezernent Marc Hansmann. Lange Warteschlangen vor den Schaltern sollen unter allen Umständen vermieden werden. „Für uns ist der Umzug auch eine Chance für eine Grunderneuerung der Ämter“, sagt Hansmann. Termine sollen künftig über das Internet vereinbart werden, die Zeit des Nummernziehens im Warteraum gehört dann der Vergangenheit an. Da sich die Büros im Lister Tor über mehrere Etagen verteilen, muss gewährleistet sein, dass sich keine Warteschlangen vor den Fahrstühlen bilden. „All das werden wir noch im Detail durchdenken“, sagt Hansmann.

Doch schon jetzt melden Politiker Zweifel am möglichen Standort Lister Tor an. „Da gibt es doch keine Parkplätze für all diejenigen, die ihren Wagen vorführen müssen“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Andererseits verlangt das Gesetz eine Präsentation des Gefährts bei der Zulassungsstelle nur noch in wenigen Fällen, etwa bei genehmigungspflichtigen Veränderungen am Auto. „Wir haben beim Lister Tor die Parkplätze nicht vergessen, schließlich gibt es dort eine Tiefgarage“, sagt der städtische Personalchef Harald Härke.

Wie es nach dem Auszug 2013 mit dem Gebäude der Zulassungsstelle am Schützenplatz weitergeht, ist fraglich. Das Haus gehört der städtischen Tochtergesellschaft Union Boden und gilt als attraktiver Behördenstandort. Das Bürgeramt Mitte am Köbelinger Markt dagegen soll nach dem Umzug abgerissen werden, denn eine Sanierung würde nach Berechnungen der Stadt mehr als zehn Millionen Euro verschlingen.

Damit wäre spätestens 2014 der Weg frei für eine Neugestaltung des Köbelinger Marktes an der Markthalle. Im Zukunftsdialog City 2020 hatte man sich bereits darauf verständigt, die Fläche mit Wohnhäusern zu bebauen. „Eigentlich sollte das gesamte Quartier, vom maroden Volkshochschulgebäude bis zur Karmarschstraße, in die Planungen einbezogen werden“, sagt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Denn städtebaulich sei an dieser Stelle einiges nachzubessern.

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