Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Bürgerarbeit in Hannover kommt nicht in Gang

Amt verzögert Bewilligung Bürgerarbeit in Hannover kommt nicht in Gang

Eigentlich will die Stadt 70 Langzeitarbeitslose als Bürgerarbeiter einstellen, aber nur vier treten jetzt zum Monatsanfang ihre Stellen an. Für die SPD in Hannover ein Ärgernis und ein Zeichen dafür, dass das Modell nicht funktioniert. „Die Hürden für die Genehmigung von Bürgerarbeitsplätzen sind viel zu hoch“, kritisiert SPD-Ratsherr Ralf Borchers.

Voriger Artikel
Rollstuhlfahrer stürzt an Kröpcke-Baustelle
Nächster Artikel
Händler sehen keinen Erfolg des Alkoholverbots im Hauptbahnhof
Quelle: Decker

Hannover. Viele der beantragten Stellen, etwa im Grünpflegebereich, würden vom Bundesverwaltungsamt rigoros abgelehnt. „Kein Wunder, dass die Bürgerarbeit nur schleppend vorankommt, der Erfolg wird geradezu verhindert“, sagt Borchers. Besonders ärgert den Ratsherrn, dass die Bundesbehörde die Entscheidung über 20 von der Stadt beantragte Bürgerarbeiter verschleppt, die Demenzkranke betreuen sollen. Sozialdezernent Thomas Walter (CDU) ringt seit geraumer Zeit um die Bewilligung dieser Stellen, bisher jedoch vergeblich.

Die Bürgerarbeit ist ein neues, von der Bundesregierung erdachtes Instrument, um Langzeitarbeitslosen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Drei Jahre lang werden die Bürgerarbeiter bei einem Träger sozialversicherungspflichtig beschäftigt, müssen 30 Stunden pro Woche arbeiten und werden tariflich entlohnt. Bewilligt werden die Stellen vom Bund, der darauf achtet, dass die Bürgerarbeiter keine regulären Arbeitsplätze verdrängen. So müssen die Aufgaben gemeinnützig sein und einen Zusatz zu den bestehenden Arbeiten darstellen. „Deshalb werden Bürgerarbeiter häufig für außerordentliche Projekte eingestellt“, sagt die Sprecherin des Jobcenters Region Hannover, Marion Sprengel. Hat das Bundesverwaltungsamt eine Stelle bewilligt, ist das Jobcenter aufgefordert, die passenden Langzeitarbeitslosen zuzuweisen.

Auch hier knirscht es noch im Getriebe. 26 Bürgerarbeitsplätze bei der Stadt wurden schon genehmigt, aber die Stellen blieben bisher unbesetzt. „Offenbar gibt es keine geeigneten Leute dafür“, vermutet Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Das Gros der städtischen Bürgerarbeiter soll in der Pflege von Grünflächen und bei der Betreuung von älteren Menschen eingesetzt werden. „Eine Zusammenarbeit mit den Parkrangern hat der Bund mit der Begründung abgelehnt, dass die Parkranger eine reguläre und keine gemeinnützige Arbeit verrichten“, sagt Kalmus.

Einer der vier jetzt eingestellten Langzeitarbeitslosen wird für das Friedhofsamt arbeiten, allerdings nicht mit dem Spaten, sondern mit dem Aktenordner in der Hand. Seine drei Kollegen verrichten sogenannte Begleitdienste in Alten- und Pflegeheimen. Sie gehen mit den Anvertrauten spazieren und leisten ihnen Gesellschaft.

Dass ein solcher Einsatz nicht auch für Demenzkranke ermöglicht wird, kann SPD-Politiker Borchers nicht verstehen. „Hier muss das Bundesverwaltungsamt dringend eine Entscheidung fällen“, fordert er.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Schüsse lösen sich aus Maschinenpistolen der Polizei

Zwei Mal haben sich in dieser Woche Schüsse aus Maschinenpistolen von Polizisten gelöst, die auf den Weihnachtsmärkten für Sicherheit sorgen sollen. Verletzt wurde niemand.