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Aus der Stadt Kampf um Ost-Ghouta: Syrer demonstrieren am Steintor
Hannover Aus der Stadt Kampf um Ost-Ghouta: Syrer demonstrieren am Steintor
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12:38 26.02.2018
Syrer demonstrieren am Steintor. Quelle: Arraj
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Hannover

 Mit Luftangriffen und Artillerie greifen syrische Regierungstruppen seit knapp einer Woche die Rebellenenklave Ost-Ghouta an. Am Freitagnachmittag haben rund 60 Syrer am Steintorplatz gegen die Belagerung der Stadt durch die Armee und die humanitäre Lage vor Ort demonstriert.

Viele Protestierende haben Angehörige in dem betroffenen Gebiet. Wie etwa Mohamad Laham:  „Es gibt keine Sicherheit. Die Menschen dort sterben entweder durch die Raketen oder durch den Hunger.“ Vor zwei Jahren ist der 66-Jährige mit seiner Frau und den Kindern aus dem Bürgerkriegsland geflüchtet. Seine Eltern hat er zurückgelassen. 

Unter dem Bombardement leidet vor allem die Zivilbevölkerung: Rund 400 Kinder, Frauen und Männer sollen seit Beginn der Angriffe nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ums Leben gekommen sein. 400.000 Menschen sind derzeit in dem Gebiet östlich der Hauptstadt Damaskus eingeschlossen. Lebensmittel- und Hilfstransporte dürfen den Belagerungsring der Armee nicht passieren. 

Per Whatsapp oder Facebook hält Mohamad Laham Kontakt zu seinen Eltern und anderen Bekannten. Er fühlt sich hilflos, weil er seinen Angehörigen nicht helfen kann. „Aber ich werde nicht wegschauen“, sagt er. Ähnliche Demonstrationen finden am Wochenende weltweit statt. 

Am Rande der Kundgebung am Steintor kam es zu einem Zwischenfall: Ein junger Mann provozierte die Protestierenden, indem er den Namen des syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad rief. Daraufhin schlugen ihn zwei Demo-Teilnehmer in die Flucht.  

Von Manuel Behrens

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