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Aus der Stadt Bürgerstiftung erhält 
Millionenerbschaften
Hannover Aus der Stadt Bürgerstiftung erhält 
Millionenerbschaften
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00:16 02.12.2016
Von Conrad von Meding
Kümmert sich um soziale Projekte: Stiftungsvorstand Dorothea Jäger. Bekannter dürfte das Bürgerbrunch um die Marktkirche sein, welches auch von der Stiftung veranstaltet wird. Quelle: Bürgerstiftung/Behrens
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Hannover

Zwei Millionenerbschaften in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro hat Hannovers Bürgerstiftung zugesprochen bekommen. Damit steigt das Kapital der 1997 gegründeten Institution auf fast 16 Millionen Euro. Vielleicht werden es sogar 17 Millionen, wie die Vorsitzende Dorothea Jäger spontan in der Stiftungsversammlung berichten konnte: Unmittelbar vor der Versammlung hatte die Sparkasse mitgeteilt, dass das Vermögen beim Erblasser Ulrich Henning statt bisher geschätzte eine Million Euro auch etwa doppelt so hoch sein könne. Die andere Stifterin, die über die Volksbank 1,5 Millionen Euro vermachte, will anonym bleiben

Die Stiftung kümmert sich um soziale Projekte, die das Zusammenleben in Stadt und Umland verbessern. Die meisten Hannoveraner kennen sie von ihrem Bürgerbrunch – das Event rund um die Marktkirche brachte in diesem Jahr trotz unschönen Wetters 20 000 Euro in die Stiftungskasse und soll im Zweijahrestakt fortgeführt werden. Ausgeweitet wird das Projekt Sprachzauber, an dem schon jetzt mehr als 20 Kitas in Hannover teilhaben. In Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum gehen Sprachpaten in Kitas und unterstützen Kinder beim Aufbau eines aktiven Wortschatzes. „Die Sprachkompetenz hat in den vergangenen Jahren leider sehr abgenommen“, sagt Vorstandsmitglied Helga Weber. Überraschend: Die Kitas liegen mitnichten nur in Problemgebieten, sondern auch etwa in der List oder Linden-Mitte.

Alle Bilder zum Bürger-Brunch an der Marktkirche.

Ausgeweitet wird auch das von der Bürgerstiftung unterstützte Projekt Musikpatenschaften (Mupa), bei dem mittlerweile 100 Kinder Musikunterricht bekommen, deren Eltern sich das nicht leisten können. Stiftungsratsmitglied Sabine Hartmann berichtete, dass es nicht nur um Erstförderungen gehe: „Wir haben auch Kinder, die schon weiter sind und zum Beispiel beim Wettbewerb Jugend musiziert mitmachen.“ Es gibt ein Mupa-Orchester (nächster Auftritt: 
20. Januar, 17 Uhr, Freizeitheim Vahrenwald) und ganz aktuell auch Musikpatenschaften für Flüchtlingskinder (Mupa-FF). Durch einen Kontakt zur Präsidentin der Musikhochschule sei es möglich geworden, dass Musikstudenten gegen Kostenerstattung Flüchtlingen Musikunterricht geben, sagt Hartmann: „19 machen mit – Danke an die Bürgerstiftung, dass sie das unterstützen.“ Im nächsten Jahr kann die Stiftung ihr 20-jähriges Bestehen feiern. 820 Projekte seien seit Gründung unterstützt worden, insgesamt flossen gut 3,3 Millionen Euro, sagt die Vorsitzende Jäger. Allein in diesem Jahr wurden 143 Anträge an die Stiftung gestellt, davon 66 in Höhe von 340 000 Euro genehmigt.

Finanzvorstand Rüdiger Garbs aber mahnte, dass die ausbleibenden Zinserträge am Kapitalmarkt die Renditen schrumpfen ließen. Nur Dank einiger älterer Geldanlagen und dauerhafter Einzelspenden könnten die Ausschüttungen für soziale Projekte gewährleistet werden. Der Vorstand überlege, künftig stärker am Aktienmarkt zu investieren: „Aber ohne hohen Risikograd, sondern nur solide Papiere“, versprach Garbs.

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