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Bulgaren am Siloah werden fristlos gekündigt

Nach ausgebliebener Bezahlung Bulgaren am Siloah werden fristlos gekündigt

Nach Klagen über ausgebliebene Bezahlung von bulgarischen Bauarbeitern auf der Baustelle des Siloah-Klinikums hat der Subunternehmer den Männern nun fristlos gekündigt.

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Für den Abriss des alten Siloah-Krankenhauses in Hannover hat ein Subunternehmer Osteuropäer beschäftigt und nicht bezahlt.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Sie hätten die Kündigung zum 17. Mai erhalten, sagte Mariya Krumova von der Beratungsstelle für Mobile Beschäftigte der HAZ. Die Beratungsstelle kümmert sich im Auftrag des Landes um die faire Bezahlung osteuropäischer Leiharbeiter. Am 17. Mai waren die Arbeiter das letzte Mal auf der Baustelle erschienen, bevor sie aus Protest gegen die ausgebliebene Bezahlung die Arbeit einstellten.

Wie berichtet, hatten die Männer bis zu zehn Stunden am Tag am Abriss des Altbaus des Krankenhauses gearbeitet, ohne bezahlt zu werden. Der Subunternehmer war ihnen das Geld für April und Mai größtenteils schuldig geblieben. Nachdem sich die Beratungsstelle eingeschaltet hatte, erhielten die Männer inzwischen zwei Barzahlungen über 500 und 600 Euro - und schließlich die Kündigung. Lohnabrechnungen haben die Männer bisher nicht erhalten. Diese sollen sie am Donnerstag bekommen. „Das warten wir jetzt erst einmal ab. Falls etwas mit den Papieren nicht in Ordnung ist, werden wir weitere Ansprüche geltend machen“, sagte Krumova. Unklar ist etwa, ob die Männer den Mindestlohn bekommen haben und ob ihre Sozialbeiträge gezahlt wurden.

Aus den Gründen interessiert sich laut Krumova inzwischen auch der Zoll für den Fall. Man werde der Behörde die Lohnabrechnungen übergeben, wenn sie da sind, sagte Krumova. Bei einer Kontrolle am 18. Mai war dem Zoll auf der Baustelle zunächst nichts aufgefallen - die Bulgaren waren aber auch nicht mehr da.

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