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Bullis und offene Geschäfte locken 300.000 Bummler

Sonntag in Hannover Bullis und offene Geschäfte locken 300.000 Bummler

Das Traumwetter lockte an diesem Sonntag rund 300.000 Menschen nach Hannover. Neben Sonnenhungrigen kamen auch Autofans und Einkaufswillige auf ihre Kosten: In Hannover fand die VW-Bulli-Parade und ein verkaufsoffener Sonntag statt.

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Rund 300.000 Menschen bummelten durch die City.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Man wird es nicht abschließend klären können, aber es drängte sich beim verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt wirklich die Frage auf, ob nun Fotoapparate aller Art oder Einkaufstüten die häufigsten Utensilien waren, die die Menschen in den Händen hielten. Eins aber steht fest: „Hannover blüht auf!“ lautete das Motto des Tages. Das hat sich bewahrheitet. Die City, Altstadt und Trammplatz waren gestopft voll mit Besuchern, oder, um es mit den Worten von Geschäftsführer Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft zu sagen: „Es war voller als voll.“ Er schätzt die Zahl der Neugierigen, Bummler und Einkäufer auf 300.000 – demnach war es der bestbesuchte Shopping-Sonntag der jüngeren Vergangenheit.

Auf dem Trammplatz und in der Altstadt in Hannover sind heute rund 170 Exemplare der sagen- und geschichtenumwobenen Bullis zu sehen.

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Zwei Magneten hatten sich die Veranstalter ausgedacht. Die Herrenhäuser Gärten und Niedersachsens Floristen putzten den Kröpcke heraus. Goldene Statuen waren herbeigeschafft worden, Palmen und andere exotische Kübelpflanzen. Floristiker wie Monika Wiesing setzten dazu eigene Akzente – in ihrem Fall ein zwei Meter hohes Gebilde mit durch Birkengrün gewundenen Tulpen und Narzissen. „Der Platz hat so ein ganz neues Flair“, schwärmten Rüdiger und Inge Scherbarth, die aus Hildesheim gekommen waren. Zum Ausflug sollte eigentlich auch ein Besuch beim Mövenpick gehören, aber das erforderte Geduld: Wurde ein Platz frei, drängten sich gleich mehrere Aspiranten.

Der verkaufsoffene Sonntag hat zig Tausende Menschen in die Innenstadt von Hannover gelockt.

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Mindestens ebenso große Aufmerksamkeit zog die Bulli-Parade auf sich, in derem Rahmen die Unikate auf mehreren Plätzen positioniert waren. „Wir hatten 160 Anmeldungen, aber es sind noch mehr gekommen“, sagte Marketing-Chef Hans-Christian Nolte bei der zentralen Bulliveranstaltung auf dem Trammplatz. Die Fahrzeuge waren auch der Grund für den hohen Fotografierbetrieb. Der tornadorot lackierte Wagen samt passendem Hänger von Lars Burgdorf aus Langenhagen beispielsweise dürfte an diesem Tag häufiger abgelichtet worden sein als das Neue Rathaus im Hintergrund. Burgdorf, von Beruf Tischler, hat das Fahrzeuginnere mit Echtholzparkett aus Buche, Kaminattrappe und Schrank mit Wurzelholzfurnier ausgestattet. „Es ist ein Show-Fahrzeug“, sagte der 41-Jährige – es wurde seiner Bestimmung vollumpfänglich gerecht.

Die lässige, fröhliche Stimmung brachte für die Kaufleute einen kleinen Wehrmutstropfen mit sich: „Die Umsätze waren geringer als sonst“, erklärte Prenzler. Die meisten, die den Einkaufssonntag wörtlich nahmen, interessierten sich für Frühjahrsmode.

Scillablütenfest und Shopping-Sonntag: Linden hat wieder sein "Blaues Wunder" gefeiert.

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Befürchtungen, dass gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen in der Innenstadt, auf der Lister Meile, in Linden und in Groß-Buchholz sich gegenseitig die Besucher abspenstig machen, bewahrheiteten sich nicht. „Wir spüren keinerlei Beeinträchtigung“, freute sich Astrid Ries, Vorsitzende der Standortgemeinschaft Lindengut. Das „Blaue Wunder“ war zusammen mit dem Scilla-Blütenfest auf dem Lindener Berg ein verkaufsoffener Sonntag mit Stadtteilfestcharakter. So wurde auf dem Lindener Marktplatz wurde auch nach Ladenschluss noch bis in die Abendstunden gefeiert.

Mit dem ersten frühlingshaften Tagen beginnt natürlich auch in diesem Jahr das Frühlingsfest in Hannover - diesen Bildern nach zu schließen, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Von Bernd Haase und Mario Moers

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