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Aus der Stadt Neuer Schwung für die Windenergie
Hannover Aus der Stadt Neuer Schwung für die Windenergie
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00:17 15.01.2016
Von Bärbel Hilbig
Am Prüfstand: Axel Mertens (v. l.), Volker Epping und Bernd Ponick. Quelle: Heusel
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Hannover

Bund und Land haben eine neue Testanlage mit Millionenbeträgen gefördert. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die neu eingerichtete Groß-Testanlage, die am Montag am Institut für Antriebssysteme und Leitungselektronik (IAL) in Betrieb ging, mit rund 5 Millionen Euro finanziert. Das Gebäude für die Anlage im Testzentrum Tragstrukturen der Leibniz-Uni war auch vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union gefördert worden.

Vielfalt an Testsituationen

Der Prüfstand ermöglicht Untersuchungen an den zentralen elektrischen Komponenten von Windenergieanlagen, Generator und Frequenzumrichter. Die flexible Anlage bietet eine große Vielfalt an möglichen Testsituationen, betont Axel Mertens, gemeinsam mit Bernd Ponick Leiter des IAL. Im Maßstab 1:10 können die Forscher Ausfälle oder Schwankungen im Stromnetz und ihre Auswirkungen auf Windräder simulieren oder die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten in einer Anlage testen.

„Gerade für den Offshorebereich ist das wichtig, weil Reparaturen dort schwierig sind“, erläutert Bernd Ponick. „Es ist eine deutliche Erleichterung, wenn Tests zukünftig zu großen Teilen im Labor laufen können“, betont Matthias Deicke vom Getriebelieferanten Winergy.

Thema Energie wichtiges Forschungsfeld

Das Thema Energie sei ein wichtiges interdisziplinäres Forschungsfeld der Leibniz-Universität, betont Präsident Volker Epping. Im Leibniz Forschungszentrum Energie 2025 (LiFE 2050) arbeiteten sechs Fakultäten mit 23 Professoren aktuell an 30 Verbundprojekten. Epping kündigt Neuberufungen an.

Er lobte, auch die Einrichtung der Anlage hätten Bauingenieure und Elektrotechniker gemeinsam angeschoben. Beim Umbau des Energiesystems sei die Versorgungssicherheit wichtig, sagt Timo Haase vom Bundeswirtschaftsministerium. Der Bund hat die Forschungsausgaben zur Energieversorgung in zehn Jahren bis 2015 auf 380 Millionen Euro verdoppelt. Dieses Jahr steigen sie auf 510 Millionen Euro.

Hohe Nachfrage

Die Anlage in Marienwerder wird für Grundlagenforschung und Projekte mit der Industrie genutzt. Die Nachfrage spricht für sich: Rund 50 Prozent der Kapazitäten sind bereits für die nächsten Jahre ausgebucht.

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