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Wanka beim Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Uni

Bundesforschungsministerin Wanka beim Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Uni

Wie wichtig Forschung für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist, muss man Gästen beim Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Universität nicht zweimal erzählen. Und wenn Bundesforschungsministerin Johanna Wanka über den Wissenstransfer von der Uni in die Firma spricht, hören viele ganz genau hin.

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Quelle: Behrens

Hannover. Mit Blick auf Entwicklungen in Polen und den USA betont Bundesforschungsministerin Wanka die Bedeutung der Forschungsfreiheit. "Wir brauchen keine staatliche Auftragsforschung, sondern Forscher, die frei an ihren Themen arbeiten." Deutschland sei durch seine breite Grundlagenforschung gut aufgestellt, denn sie sei der Kern für echte Innovation. Besser müsse das Land aber in der Verwertung der Ergebnisse werden, damit diese nicht so oft verloren gehen. "Forscher wollen keine Zeit mit der Umsetzung verlieren." Ein Förderprogramm soll helfen bei der Prüfung und Zulassung von Entwicklungen.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und viele weitere Gäste treffen sich am Mittwoch zum Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Uni.

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Mitgastgeber Werner M. Bahlsen hatte eingangs einige Forderungen formuliert. "Forschung und Entwicklung befeuern den technischen Fortschritt, treiben das Wirtschaftswachstum und schaffen Arbeitsplätze", betont der Präsident der Unternehmerverbände Niedersachsen. Damit der Innovationsmotor weiter laufe, bräuchten die Unternehmen aber eine noch stärkere steuerliche Entlastungen bei Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie weniger Bürokratie bei der Drittmittelforschung. "Und wir haben eine große Bitte. Wir wünschen uns auch ein stärkeres Engagement, um unsere Universitäten und Hochschulen im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu machen." Bahlsen warnt vor einer "falsch verstandenen" Transparenz. "Denn wenn wir jetzt Forschungsprojekte direkt veröffentlichen müssten, können wir sie der ausländischen Konkurrenz auch gleich auf dem Silbertablett servieren."

Wanka bewegt sich in vielem durchaus auf einer Linie mit Bahlsen. Wissenschaft solle auch in die Wirtschaft einfließen. Zu viel Einfluss der Firmen fürchtet sie dabei nicht: Nur 4,3 Prozent der Drittmittel kämen aus  der Wirtschaft, der Rest vom Staat. "Die Diskreditierung von Drittmitteln halte ich generell für falsch." Die Forschungsministerin sieht die Situation der Forschung qua Amt wesentlich positiver als von Bahlsen dargestellt. Früher seien viele Wissenschaftler abgewandert. Das habe sich geändert. "Deutschland ist jetzt das drittbeliebteste Land für Studenten. Und diese Gaststudenten wählen überproportional Ingenieurwissenschaften."

Der 10. gemeinsame Wirtschaftsempfang von Leibniz-Universität und Unternehmerverbänden Niedersachsen im Lichthof der Uni soll dem Austausch dienen. Und so finden sich unter den rund 700 Gästen neben profilierten Wissenschaftlern wie Jessica Burgner-Kahrs, Nils Hoppe, Thomas Scheper und Nikolas Forbo auch Regionspräsident Hauke Jagau, Messe-Vorstand Jochen Köckler und Thomas Edig, Markenvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. Uni-Präsident Volker Epping wirbt für das Kennenlernen. "Rechtlich ist vieles möglich, und wir tun viel für eine gelungene Kooperation."

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