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Aus der Stadt Bundespolizist steht wegen Kinderpornos vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Bundespolizist steht wegen Kinderpornos vor Gericht
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18:45 20.05.2016
Torsten S. stand unter dem Verdacht, in der Wache am Hauptbahnhof zwei Flüchtlinge missbraucht zu haben. Quelle: dpa
Hannover

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft gegen den 41-Jährigen ermittelt, weil er unter dem Verdacht stand, zwei Flüchtlinge in der Wache am Hauptbahnhof misshandelt zu haben, nachdem diese wegen minder schwerer Vergehen festgenommen worden waren.

Diese Verfahren wurden nach Informationen der Behörde aber mangels hinreichenden Tatverdachts wieder eingestellt. Dafür steht Torsten S. nun ab dem 19. Juli wegen Besitzes von Kinderpornografie, Vergehen gegen das Waffengesetz und der unberechtigten Verbreitung eines Fotos vor Gericht.

Torsten S. unter Verdacht

9. März 2014: Beamte der Bundespolizei greifen einen 19 Jahre alten Flüchtling aus Afghanistan auf, nachdem sie ihn ohne gültigen Pass am Hauptbahnhof aufgetroffen haben. In der Gewahrsamszelle soll es dann zu den Übergriffen gekommen sein.

25. September 2014: Erneut greifen Bundespolizisten einen Flüchtling auf. Auch in diesem Fall soll Torsten S. in der Wache zugeschlagen haben.

7. Mai 2015: Zwei Kollegen von S. stellen Anzeige gegen den 40-Jährigen.

15. Mai 2015: Die Polizei durchsucht die Wohnung von Torsten S.

6. Oktober 2015: S. steht vorm Amtsgericht Stadthagen, weil er einem 14 Jahre alten Mädchen ein Foto von seinem erigierten Penis geschickt hat. Er akzeptiert eine Geldstrafe von 2400 Euro.

5. April 2016: Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Anklage gegen Torsten S. erhoben, der verdächtigt wurde, zwei Flüchtlinge in der Wache am Hauptbahnhof misshandelt zu haben. Dieser Punkt taucht in den Beschuldigungen jedoch nicht mehr auf. Die Vorwürfe sind nun Vergehen gegen das Waffengesetz und Besitz von Kinderpornografie.

jki

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