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Scheitert das Lehrter Millionenprojekt?

Rechnungshof kritisiert Megahub Scheitert das Lehrter Millionenprojekt?

Der Bundesrechnungshof hat Kritik an der Finanzierung eines der größten Verkehrsprojekte in der Region Hannover geübt, dem sogenannten Megahub in Lehrte. Das Terminal soll den Umschlag von Containern vereinfachen und beschleunigen. Die Kosten für das Projekt werden auf 100 Millionen Euro veranschlagt.

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In Sichtweite der Wohnbebauung in Ahlten soll der Megahub entstehen.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Hannover. „Es ist bisher nicht nachgewiesen, dass solche Einrichtungen wirksam und wirtschaftlich sind“, schreiben die Rechnungsprüfer. Das Bundesverkehrsministerium als Finanzier des Megahubs solle dort zunächst nicht weiter investieren. Dieser Aufforderung will das Ministerium jedoch nicht folgen.

Megahubs dienen dem sogenannten kombinierten Güterverkehr. In ihnen setzen große Kräne Container zwischen unterschiedlichen Zügen um, wodurch das in herkömmlichen Güterbahnhöfen notwendige zeitaufwendige Rangieren entfällt. Außerdem können die Container auch von Zügen auf Lastwagen und umgekehrt verladen werden. Die Planer erhoffen sich dadurch eine bessere Verzahnung von Schienen- und Straßengüterverkehr mit dem Ziel, mehr Fracht auf die Bahngleise zu bringen.

An dem Megahub in Lehrte doktern die Planer seit zwei Jahrzehnten herum. Der Standort wurde als Pilotanlage für ein solches Terminal ausgewählt, weil sich in der Stadt mit ihrer langen Eisenbahntradition wichtige Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen der Bahn kreuzen. Außerdem ist es nicht weit bis zu den Autobahnen 2 und 7. Zwischenzeitlich erlitt das Projekt immer wieder Rückschläge, weil umgeplant werden musste, weil man sich nicht über die Finanzierung einigen konnte oder weil der Lärmschutz nicht ausreichte. Mittlerweile sind Zufahrtstraßen im Bau. Laut Zeitplan soll Ende 2018 der Probebetrieb beginnen, im Jahr 2019 dann der Regelbetrieb.

Weil in Lehrte so viel Zeit verstrichen ist, wird eine zweite Anlage im Duisburger Hafen, deren Planung später an den Start ging, nun eher fertig. An dieser Stelle setzt der Bundesrechnungshof an, der die Verwendung von Steuergeldern prüft und bewertet. „Megahubs sind ein neuer, noch nicht erprobter Anlagentyp“, sagen die Rechnungsprüfer. Folglich seien Funktion und Wirtschaftlichkeit zunächst an einer Pilotanlage zu prüfen, nicht an zweien. Das Ministerium solle sich bei der Finanzierung zunächst auf den Standort Duisburg beschränken – zumal die Investitionssumme dort mit 46 Millionen Euro nur halb so hoch sei.

Das Verkehrsministerium hingegen hegt keinen Zweifel an der Notwendigkeit beider Anlagen. Eines der Argumente lautet, dass es sich beim Duisburger Projekt im Prinzip gar nicht um einen Megahub handelt, sondern um eine konventionelle Umschlaganlage für Hafenzüge. In Unterlagen der Bahn wird die Duisburger Variante denn auch als Drehscheibe bezeichnet.

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