Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Scheitert das Lehrter Millionenprojekt?
Hannover Aus der Stadt Scheitert das Lehrter Millionenprojekt?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 24.11.2016
In Sichtweite der Wohnbebauung in Ahlten soll der Megahub entstehen. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
Anzeige
Hannover

„Es ist bisher nicht nachgewiesen, dass solche Einrichtungen wirksam und wirtschaftlich sind“, schreiben die Rechnungsprüfer. Das Bundesverkehrsministerium als Finanzier des Megahubs solle dort zunächst nicht weiter investieren. Dieser Aufforderung will das Ministerium jedoch nicht folgen.

Megahubs dienen dem sogenannten kombinierten Güterverkehr. In ihnen setzen große Kräne Container zwischen unterschiedlichen Zügen um, wodurch das in herkömmlichen Güterbahnhöfen notwendige zeitaufwendige Rangieren entfällt. Außerdem können die Container auch von Zügen auf Lastwagen und umgekehrt verladen werden. Die Planer erhoffen sich dadurch eine bessere Verzahnung von Schienen- und Straßengüterverkehr mit dem Ziel, mehr Fracht auf die Bahngleise zu bringen.

An dem Megahub in Lehrte doktern die Planer seit zwei Jahrzehnten herum. Der Standort wurde als Pilotanlage für ein solches Terminal ausgewählt, weil sich in der Stadt mit ihrer langen Eisenbahntradition wichtige Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen der Bahn kreuzen. Außerdem ist es nicht weit bis zu den Autobahnen 2 und 7. Zwischenzeitlich erlitt das Projekt immer wieder Rückschläge, weil umgeplant werden musste, weil man sich nicht über die Finanzierung einigen konnte oder weil der Lärmschutz nicht ausreichte. Mittlerweile sind Zufahrtstraßen im Bau. Laut Zeitplan soll Ende 2018 der Probebetrieb beginnen, im Jahr 2019 dann der Regelbetrieb.

Weil in Lehrte so viel Zeit verstrichen ist, wird eine zweite Anlage im Duisburger Hafen, deren Planung später an den Start ging, nun eher fertig. An dieser Stelle setzt der Bundesrechnungshof an, der die Verwendung von Steuergeldern prüft und bewertet. „Megahubs sind ein neuer, noch nicht erprobter Anlagentyp“, sagen die Rechnungsprüfer. Folglich seien Funktion und Wirtschaftlichkeit zunächst an einer Pilotanlage zu prüfen, nicht an zweien. Das Ministerium solle sich bei der Finanzierung zunächst auf den Standort Duisburg beschränken – zumal die Investitionssumme dort mit 46 Millionen Euro nur halb so hoch sei.

Das Verkehrsministerium hingegen hegt keinen Zweifel an der Notwendigkeit beider Anlagen. Eines der Argumente lautet, dass es sich beim Duisburger Projekt im Prinzip gar nicht um einen Megahub handelt, sondern um eine konventionelle Umschlaganlage für Hafenzüge. In Unterlagen der Bahn wird die Duisburger Variante denn auch als Drehscheibe bezeichnet.

Viele gute Ideen – aber wenig Konkretes: Gestern hat die Region Hannover ihr Integrationskonzept vorgestellt und musste einige Kritik einstecken. 112 Maßnahmen für Vielfalt und Zusammenhalt sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden.

24.11.2016

Zu Messe- und anderen Stoßzeiten müssen Passagiere am Flughafen in Langenhagen mitunter stundenlang auf ein Taxi warten. Speziell vor und während publikumsstarker Messen haben ankommende Fluggäste oftmals große Schwierigkeiten, ein Auto zu bekommen.

Mathias Klein 24.11.2016

Im Anzeiger-Hochhaus beginnt die Sanierung der Kuppel. Hannovers erstes Lounge-Kino in der historischen Schalterhalle im Erdgeschoss ist derweil schon fertig, Donnerstag wird der erste Film dort gezeigt. 

Conrad von Meding 24.11.2016
Anzeige