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Aus der Stadt Bunker auf Klagesmarkt wird gesprengt
Hannover Aus der Stadt Bunker auf Klagesmarkt wird gesprengt
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00:15 13.07.2013
Von Andreas Schinkel
Klappe zu: So gelangte man bis vor wenigen Wochen in den Bunker. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Schon jetzt umgibt das Areal ein blickdichter Lattenzaun. Dahinter hatten Bagger bisher daran gearbeitet, den Bunker freizulegen. Am Tag der Sprengung, der entweder auf den 18. oder 19. Juli fällt, soll die Polizei die Baustelle zusätzlich sichern. „Der Platz wird aber nicht weiträumig abgesperrt“, versichert Demos. Anwohner könnten in ihren Häusern bleiben.

Mit sogenannten Lockerungssprengungen will die Stadt dem Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg zu Leibe rücken. Die 1,80 Meter dicken Wände sollen mit gezielten Explosionen geschwächt werden. An einem zweiten Termin ist die Bunkerdecke an der Reihe, die ebenfalls mit Sprengladungen destabilisiert werden soll. Danach reißt eine Hydraulikzange Betonbrocken heraus und zerkleinert das Material. Der Bunker erstreckt sich lediglich auf einer Fläche von 20 mal 85 Metern, dennoch rechnet die Stadt erst Anfang 2014 mit einem Ende der Abrissarbeiten.

Auch wenn die Druckwelle nicht allzu groß sein wird, lässt die Stadt Vorsicht walten. Unter den Anwohnern des Klagesmarktes will man in den kommenden Tagen Handzettel verteilen, auf denen Tipps zum Sprengtermin aufgelistet sind. „Rund um die Baustelle wird man leichte Vibrationen spüren“, sagt Demos. Auch rechnet er mit einer Staubwolke, die nach der Explosion aufsteigt. „Wäsche sollten Anwohner am Tag der Sprengung besser nicht auf den Balkon hängen“, rät er. Zudem empfiehlt die Stadt, nicht ausgerechnet zum Zeitpunkt der Explosion mit einem Hund auf dem Klagesmarkt Gassi zu gehen.

Der Bunker unter dem Platz muss weichen, weil auf dem südlichen Abschnitt des Klagesmarktes mehrere Wohnhäuser und ein Bürogebäude entstehen. 40 Millionen Euro investiert die städtische Immobiliengesellschaft GBH in das Projekt. Rund 100 Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte will sie auf dem Platz errichten. Im Bürohaus gegenüber dem DGB-Gebäude will die GBH ihren Verwaltungssitz aufschlagen. 20 Prozent der Wohnungen subventionieren Stadt und Land, sodass sie zur gesetzlich festgelegten Sozialmiete von 5,40 Euro pro Quadratmeter angeboten werden können. Nach dem Abriss des Bunkers, der 1,5 Millionen Euro verschlingt, rücken Bagger an, um eine Tiefgarage auszuheben. Ende 2016 soll das gesamte Bauvorhaben fertig sein.

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