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Aus der Stadt Bus und Bahn für Schüler bald umsonst?
Hannover Aus der Stadt Bus und Bahn für Schüler bald umsonst?
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00:16 22.09.2016
Kosten im zweistelligen Millionenbereich: Wenn demnächst alle Schüler, hier am Altenbekener Damm, umsonst fahren sollen, wird es für die Region teuer. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Die Forderung der SPD nach freier Fahrt für Schüler in Bussen und Bahnen würde die Region einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Das sagen sowohl der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) als auch die Region. Konkreter werden beide jedoch nicht. Die Höhe der Kosten hänge von dem Modell ab, für das sich die Politik entscheide, sagte Regionssprecherin Christina Kreutz – etwa davon, ob die Regelung auch für Auszubildende gelten solle.

Bisher genießen nur Schüler bis zur 10. Klasse und solche, die mindestens zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen, das Privileg kostenloser Beförderung. Die Schüler-Card gilt zudem nur für die Fahrt zwischen den Zonen, die zwischen Wohnort und Schule nötig sind. Wenn also ein Schüler aus Fuhrberg, der in Großburgwedel zur Schule geht, seine Freundin in Hannover besuchen will, muss er zusätzlich zu seiner Schülerkarte ein weiteres Ticket lösen.

So viel zahlen Schüler

Inhaber der kostenlosen SchülerCard können diese erweitern und kostenlos im ganzen Tarifgebiet fahren. Die sogenannte U-21-Card kostet allerdings 23,50 Euro – monatlich. Als Jahreskarte kostet sie 160 Euro. Bis zu 14-Jährige können mit einem Kindertagesticket die Schülerkarte einen Tag lang für alle Zonen erweitern, ältere mit einem Tagesticket. Wer keine SchulCard bekommt, weil der Schulweg kürzer als zwei Kilometer ist, oder in der 11 bis 13 Klasse ist kann sich eine SparCard Schüler kaufen. Diese kostet monatlich zwischen 28,30 Euro für eine Zone bis zu 50,40 Euro für vier Zonen. 

Schon jetzt zahlt die Region für die Schülerkarten rund 25 Millionen Euro pro Jahr über den GVH an die Verkehrsbetriebe wie Üstra oder Regiobus, berichtet GVH-Sprecher Tolga Otkun. Es gehe um eine stufenweise Einführung des kostenlosen Fahrausweise für die Schüler, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Gardlo. Dabei handele es sich um ein langfristiges Projekt. Wann es tatsächliche freie Fahrt für alle Schüler in der Region gebe, sei unklar, sagt Gardlo.

Bei der CDU, dem möglichen SPD-Koalitionspartner in der Regionsversammlung, stößt die Wahlkampfforderung der SPD trotz der damit verbundenen Millionenkosten nicht auf grundsätzlichen Widerstand. Es gebe aber noch zahlreiche ungeklärte Fragen, heißt es aus der Partei. Ein Beispiel sei die Frage, ob der Freifahrtschein auch für Förderschüler gelte, die mit einem Fahrdienst zur Schule gebracht würden. CDU-Regionsparteichef Hendrik Hoppenstedt hatte sich allerdings direkt nach der Kommunalwahl im HAZ-Interview nicht begeistert vom kostenlosen Schülerticket gezeigt. Auf die Frage, was er von solchen Pläne halte, sagte er: „Wenig. Das scheint mir der durchsichtige Versuch zu sein, junge Menschen für die SPD einzunehmen.“

Allerdings gehe es bei dem Freifahrtticket nicht nur um den finanziellen Ausgleich für die Verkehrsunternehmen, sagt GVH-Sprecher Otkun. „Wenn das so käme, dann hätten wir ein weiteres Problem“, erklärt er: Die Kapazitäten von Bussen und Bahnen müssten dann vermutlich erheblich ausgeweitet werden. Denn der GVH nimmt an, dass bei einer Freifahrtregelung deutlich mehr Schüler Busse und Bahnen tatsächlich nutzen würden. „Dann fahren auch die bei uns mit, die bisher zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind“, sagt der Sprecher.

Von Matthias Klein

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