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Aus der Stadt CDU-Frau Thiel muss gehen
Hannover Aus der Stadt CDU-Frau Thiel muss gehen
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06:17 26.09.2014
Von Mathias Klein
Barbara Thiel (CDU) war Finanzdezernentin der Region. Quelle: Ralf Decker
Hannover

CDU-Mitglied Thiel ist derzeit als Dezernentin für die Bereiche öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT-Koordination und EU-Angelegenheiten zuständig, die in der Regionsverwaltung nicht als besonders wichtig erachtet werden. Ihre Zuständigkeit für die Regionsfinanzen verlor sie durch den Amtsantritt der Dezernentin Andrea Fischer (Grüne). Thiels achtjährige Amtszeit läuft am 31. März 2015 aus. Es ist unklar, ob Jagau bereit ist, einen der insgesamt fünf Dezernentenposten wieder mit einem Kandidaten der CDU zu besetzen.

Seit dem Amtsantritt von Fischer besetzen SPD und Grüne je zwei Dezernentenposten. Das passt zahlreichen Sozialdemokraten nicht, weil das Verhältnis die Kräfteverhältnisse in der Koalition zwischen SPD und Grünen in der Regionsversammlung nicht widerspiegele, heißt es. Deshalb wird damit gerechnet, dass der Posten künftig mit einem SPD-nahen Kandidaten besetzt wird. Das Zugeständnis an die Opposition würde dem zum Opfer fallen.Es gilt außerdem als wahrscheinlich, dass Frauen bessere Chancen haben, weil es nach dem Ausscheiden von Thiel nur noch eine weibliche Dezernentin in der Region gäbe.

Gesucht wird laut Ausschreibungsentwurf vorzugsweise ein Jurist mit „Führungs- und Managementerfahrung“. Gefordert sind außerdem Eigeninitiative, ausgeprägtes Kostenbewusstsein und strategisches Denken. Der Posten wird zunächst für acht Jahre besetzt, eine Verlängerung ist möglich. Der Dezernent wird nach der Besoldungsgruppe B 7 bezahlt, in Niedersachsen entspricht das derzeit einem monatlichen Grundgehalt von rund 9000 Euro.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernward Schlossarek forderte Jagau gestern dazu auf, sich mit der CDU zusammenzusetzen und über einen Kandidaten zu beraten. Es sei ein Bestandteil der demokratischen Kultur, dass die größte Oppositionsgruppe in der Verwaltungsspitze vertreten und eingebunden sei. Allerdings habe er vom Regionspräsidenten bisher kein Gesprächsangebot erhalten, sagte Schlossarek.

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