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Axel Brockmann sauer über Knöllchen

Wahlkampfbus parkt auf Grünfläche Axel Brockmann sauer über Knöllchen

Axel Brockmann, CDU-Kandidat für die Wahl zum Regionspräsidenten, hat Ärger: Weil sein Wahlkampfbus unerlaubt auf einer Grünfläche geparkt hat, muss sich Brockmann wenige Tage vor der Wahl mit einem Bußgeldverfahren herumschlagen. Auf Facebook geht der Kandidat die Offensive an.

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Hat kurz vor der Wahl Ärger: Wegen Falschparkens hat Axel Brockmann, CDU-Kandidat für das Amt des Regionspräsidenten, eine Anzeige bekommen.

Quelle: Petrow

Hannover. Die Stadt Hannover, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, hat gegen den früheren Polizeipräsidenten von Hannover ein Bußgeldverfahren eröffnet. Das Vergehen von Axel Brockmann lautet: Unerlaubtes Parken in einer öffentlichen Anlage, es greife „Paragraf 11 der Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung beziehungsweise Paragraf 3 der Baumschutzsatzung“. Der Vordruck lag hinterm Scheibenwischer seines Wahlkampfbusses. Der Tatort: ein Grünstreifen nahe der Maschseequelle am vergangenen Sonntag. Brockmann will in drei Tagen für die CDU die Wahl zum Regionspräsidenten gewinnen.

Der Kandidat muss sich sehr über das Knöllchen geärgert haben. Statt still das Bußgeld zu bezahlen, machte er den Vorgang auf seiner Facebook-Seite selbst publik und attackierte die Stadt. Brockmann hatte an einer Veranstaltung teilgenommen, die für Solidarität und Toleranz der Religionen warb. Dazu paddelten multireligiös besetzte Drachenbootteams auf dem Maschsee. „Geradezu skandalös“ sei es, an Teilnehmer einer solchen Veranstaltung Knöllchen zu verteilen, postete der Kandidat. Brockmann moderierte dort eine Podiumsdiskussion und wähnte sich deshalb „in offiziellem Auftrag“ anwesend, nachdem ein Mitarbeiter das Auto im verbotenen Raum abgestellt hatte.

Am Mittwoch beteuerte der Kandidat, der Wagen habe weder Spaziergänger noch Radfahrer noch sonst jemanden behindert oder womöglich Bewuchs beschädigt. „Die Stadt hat kein Fingerspitzengefühl gezeigt“, monierte der Kandidat in eigener Sache, „sie hat ein schwaches Bild abgegeben“. Wenn es schlecht läuft für Brockmann, steht er nun als Ex-Polizeichef da, der Regeln entweder nicht kennt oder Sonderrechte reklamiert. Oder die Episode bleibt eine harmlose Anekdote im Wahlkampf.

Auch auf Brockmanns eigener Facebook-Seite wird der Vorgang kontrovers diskutiert. Ein Leser skizziert dort ironisch: „Das heißt also, wenn ich Brockmann wähle und er gewinnt, kann ich in der Region in den Grünanlagen parken wie ich will? Das ist ja mal ‘ne gute Aussicht.“ Andere hingegen teilen Brockmanns Ärger über die Stadt. Beim Knöllchenverteilen werde in Hannover „mit zweierlei Maß gemessen“, schreibt einer. „Das ist Hannover“, kommentiert ein anderer.

Die Stadt teilte am Mittwoch mit, dass in dem Gebiet Parkranger insgesamt 15 Anzeigen verteilt hätten, ein übliches Verfahren auch an Wochenenden. „Parken in Grünanlagen ist grundsätzlich nicht erlaubt“, sagte ein Sprecher knapp, Ausnahmen für bestimmte Veranstaltungen gebe es nicht.

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