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Wird der Marstall der neue Raschplatz?

Furcht vor Trinkern Wird der Marstall der neue Raschplatz?

Die Stadt will Millionen in den Marstall investieren – doch die CDU-Fraktion hat die Pläne im Bauausschuss überraschend abgelehnt. Der Grund: Man erwarte Verkehrsprobleme und habe vor allem „große Sorge, dass ein zweiter Raschplatz entsteht“, begründete Baupolitiker Felix Blaschzyk die Haltung seiner Fraktion.

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Könnte der Marstall (hier ein Entwurf des Bebauungsplans) der neue Raschplatz werden? Das befürchtet jedenfalls die CDU.

Quelle: Archiv/Collage

Hannover . „Wenn man sieht, wie hilflos die Stadt mit der Trinkersituation am Raschplatz umgeht, sollte man zunächst ein Konzept entwickeln, bevor man den nächsten Platz umbaut.“ Bei Vertretern der anderen Fraktionen erntete die Haltung Kopfschütteln. „Nur weil sich einige Zeitgenossen an zwei bis drei Plätzen nicht richtig verhalten, sollen wir die Modernisierung öffentlicher Plätze stoppen?“, fragte Michael Dette (Grüne). „Der Vergleich ist an den Haaren herbeigezogen“, ärgerte sich SPD-Baupolitiker Ewald Nagel: „Vorher war der Marstall ein Parkplatz mit null Qualität, jetzt entsteht eine völlig andere Situation.“

CDU-Begründung "an Haaren herbeigezogen"

Auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke lobte die „hervorragende architektonische Planung“ für den Marstall, Linken-Ratsherr Oliver Förste wies darauf hin, dass man Trinker nicht von Plätzen vertreiben könne: „Sie werden dann woanders auftauchen.“ CDU-Mann Blaschzyk betonte, es gehe nicht darum, Platzumbauten zu verhindern – die Stadt müsse aber ein schlüssiges Umbaukonzept mit Blick auf Trinker entwickeln.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

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Die Mehrheit des Bauausschusses stimmte den Plänen aber zu. Der Platz zwischen Schmiedestraße und Leineufer soll für insgesamt gut 4 Millionen Euro umgebaut werden. Pflasterbelag und ein Brunnen mit spezieller Nebeltechnik sollen nach einem Entwurf des Ateliers Loidl aus Berlin Altstadtflair vermitteln. An den beiden Platzenden entstehen derzeit ohnehin Neubauten. Die Parkplatzzahl wird nach dem Umbau 111 betragen. Die Verkehrsführung zwischen Goethestraße und Schmiedestraße wird geändert, Autos fahren künftig vermehrt am Platz vorbei.

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