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CDU fordert Auflistung der Klinikabmeldungen

Überlastung der Krankenhäuser CDU fordert Auflistung der Klinikabmeldungen

In der Region Hannover kommt es immer wieder zu Engpässen in den Notaufnahmen. Stationen melden sich deswegen häufig bei der Rettungsleitstelle ab um weniger Patienten aufnehmen zu müssen. Die CDU fordert nun eine genaue Übersicht über die Abmeldung der Krankenhäuser.

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Das Nordstadtkrankenhaus meldet sich besonders häufig ab.

Quelle: Wilde/Archiv

Hannover. Die CDU-Fraktion in der Regionsversammlung hat die genaue Aufzeichnung darüber gefordert, wann sich einzelne Notfallstationen der Krankenhäuser in der Region Hannover abmelden. „Seit 2009 ist der Verwaltung die Problematik von Abmeldungen bekannt“, sagt der CDU-Experte für Rettungswesen, Andreas Burgwitz. „Allerdings liegen bis jetzt keine validen Zahlen über das Ausmaß der Abmeldungen vor“, ergänzt er.

Wie berichtet, kommt es in Hannover und im Umland immer wieder zu Engpässen in den Notaufnahmen der hannoverschen Krankenhäuser. Besonders häufig melden sich alle neurologischen Stationen bei der Rettungsleitstelle ab, aber es kommt auch vor, dass die internistischen Stationen dies tun. Grund für die Abmeldungen ist eine Überbelegung der Stationen. Nach Informationen der HAZ gibt es die häufigsten Abmeldungen aus dem Agnes-Karll-Krankenhaus in Laatzen und aus dem Nordstadtkrankenhaus – beide gehören zum Regionsklinikum.

Auf Anfrage der CDU-Fraktion habe die Verwaltung von Abmeldungszeiträumen von Stunden bis zu mehreren Tagen gesprochen, sagte Burgwitz. Gleichzeitig habe man mitgeteilt, dass Zahlen zum Abmeldeverhalten nicht vorlägen. Das ist nach Ansicht von Burgwitz das Hauptproblem: „Handlungskonzepte lassen sich nur mit einer breiten Datenbasis erstellen“, sagt er. Wenn ganze Fachabteilungen abgemeldet seien, dann würden diese Häuser und ihre Notfallambulanzen von den Rettungswagen nicht angefahren. Das bedeute letztendlich längere Fahrtwege für den Rettungsdienst und damit eine längere Belegung eines Rettungswagens. Weil dadurch mehr Rettungswagen zur Verfügung gestellt werden müssten, gebe es eine Kostensteigerung, die die Bürger über die Krankenkassenbeiträge tragen müssten“.

Lägen über einen längeren Zeitraum konkrete Zahlen über die Abmeldung von Stationen vor, hätte die Verwaltung eine Grundlage, um Gespräche mit den Kliniken zu führen und Anpassungen im Rettungsdienst vorzunehmen, meint Burgwitz. „Nur so können kurze Wege für eine optimale Patientenversorgung sichergestellt werden.“

Die Regionsverwaltung arbeite derzeit an der Einführung eines Systems, mit dem die Belegung der einzelnen Kliniken im Internet überprüft werden könne, sagte Regionssprecherin Christina Kreutz. Das System wird derzeit in Hessen erprobt. Sobald es in der Region Hannover eingeführt sei, könne mit der Sammlung von Daten zur Abmeldung von Kliniken gestartet werden.

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