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Aus der Stadt Braucht Hannover Mülleimer mit Internetanschluss?
Hannover Aus der Stadt Braucht Hannover Mülleimer mit Internetanschluss?
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00:15 09.08.2016
Von Bernd Haase
Ihn würde die CDU gern häufiger in Hannover sehen: der intelligente Mülleimer "Big Belly". Quelle: dpa
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Hannover

„Die Abfallentsorgung darf nicht im vergangenen Jahrhundert stehen bleiben“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Dingeldey. Andere Städte wie Hamburg oder Bremen hätten bereits High-Tech-Abfalleimer installiert. Der für die Stadtreinigung zuständige Abfallzweckverband Aha will den Vorschlag prüfen.

In Hannover gibt es insgesamt rund 5000 Abfallbehälter im öffentlichen Raum. Deren Volumen reicht aber an Stellen mit viel Publikumsverkehr nicht aus - sie quellen über. Im Georgengarten etwa tritt dieses Problem verschärft während der Grillsaison auf und führt regelmäßig zu Beschwerden.

Deshalb beantragt die CDU, zunächst in einem Pilotprojekt 25 modernere Exemplare anzuschaffen und aufzustellen. Geräte vom Typ Solar-Hai oder dem in Hamburg verwendeten „Big Belly“ beispielsweise fassen mehr Müll, weil das Presswerk ihn im Inneren verdichtet. Außerdem können sie per Internet dem Entsorgungsbetrieb melden, wenn sie voll sind.

Aha hat vor vier Jahren schon einmal einen der Big-Belly-Behälter in der Bahnhofstraße getestet, dann aber von einem dauerhaften Einsatz Abstand genommen. „Hauptproblem war, dass die Öffnung groß genug für Hausmüll war. Das haben einige ausgenutzt“, sagt Geschäftsführer Thomas Schwarz. Inzwischen seien die Modelle technisch fortentwickelt worden. „Wir prüfen alles, was dazu beiträgt, dass die Stadt sauberer wird“, erklärt Schwarz, macht aber zugleich auf ein nicht ganz nebensächliches Problem aufmerksam: Die intelligenten Mülltonnen kosten pro Stück bis zu 8000 Euro und sind damit um ein vielfaches teurer als herkömmliche Behälter. Sollte das Projekt gemäß den Vorstellungen der CDU durchgeführt werden, müsste Aha also rund 200.000 Euro in die Hand nehmen.

Debatte um O-Tonne

Die Zukunft der sogenannten O-Tonne für recycelbare Abfälle in der Region ist unsicherer denn je. Die CDU hat die Abschaffung dieses vor sieben Jahren eingeführten Behältermodells bereits in ihr Wahlprogramm geschrieben. So weit ist die SPD noch nicht, schließt es aber auch nicht aus. „Wir sehen Handlungsbedarf“, sagt Wolfgang Toboldt, Abfallexperte der SPD-Regionsfraktion.

Problem ist, dass die O-Tonne anders als ursprünglich erwartet hohe Kosten verursacht. Seit 2010 haben sie sich auf 8,6 Millionen Euro summiert, die auf die Gebührenzahler umgelegt werden und rein rechnerisch für jeden 1,50 Euro pro Jahr betragen. In die Tonne dürfen Textilien sowie Metalle und Kunststoffe geworfen werden, die nicht als Verkaufsverpackungen dienten. Längere Zeit war sie auch Entsorgungsmöglichkeit für Elektrogeräte, aber das hat das Land mittlerweile verboten. Der Gesetzgeber wird demnächst die Wertstoffsammlung grundsätzlich neu regeln. Dies will die SPD abwarten, bevor sie entscheidet.

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