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CDU will eine Helmut-Kohl-Straße

Ehre für verstorbenen Altkanzler CDU will eine Helmut-Kohl-Straße

In Hannover soll es künftig eine Helmut-Kohl-Straße geben - dafür macht sich jetzt die CDU stark. Die Landeshauptstadt habe von der Einheit profitiert, daher stünde es ihr gut zu Gesicht den Altkanzler mit einer Straße zu ehren. Welche Straße das sein soll, ist noch offen. Nach der Sommerpause will die CDU mit der Stadtverwaltung und den anderen Parteien sprechen. 

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„Es stünde der Stadt gut zu Gesicht“: CDU-Parteivize Maximilian Oppelt mit einem gebastelten Namensschildentwurf.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. „Es stünde der Stadt gut zu Gesicht, den Kanzler der Einheit mit einem Straßen- oder Platznamen zu würdigen“, sagt Hannovers CDU-Parteivize und Bundestagskandidat Maximilian Oppelt. Welche Straße den Namen des vor wenigen Tagen verstorbenen Altkanzlers tragen soll, will die CDU offen lassen. „Wir wollen keine Anwohner vor den Kopf stoßen und Parteiengezänk vermeiden“, sagt Oppelt. Aber es dürfe keine kleine Stichstraße in einem Neubauviertel sein. Nach der Sommerpause werde man mit der Stadtverwaltung und den anderen Parteien sprechen.

Vorschlag auch für Helmut Schmidt

Die Christdemokraten sind nicht die ersten, die einen Altkanzler aus ihren Reihen mit einem Straßenschild ehren wollen. Vor einem Jahr entschloss sich Hannovers SPD, den kurz zuvor verstorbenen früheren Kanzler Helmut Schmidt mit einer Straße zu würdigen. Anfangs gab es kontroverse Diskussionen innerhalb der Sozialdemokraten. Einige Genossen meinten, zunächst müsse die Rolle Schmidts als Wehrmachtsoffizier im Zweiten Weltkrieg überprüft werden. Das löste bundesweit Entrüstung aus. Die hannoverschen Genossen ruderten zurück, und die SPD-Ratsfraktion bekundete einstimmig ihren Willen, Schmidt mit einer Straße zu ehren.

Sterbedatum muss ein Jahr zurückliegen

Das Schild für eine Helmut-Kohl-Straße könnte frühestens am 17. Juni 2018 enthüllt werden. In Hannover ist es üblich, dass bei Straßenbenennungen das Sterbedatum mindestens ein Jahr zurückliegt. „Allerdings ist das nicht verbindlich geregelt, sondern entspricht seit Jahrzehnten bewährter Praxis“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Ausnahmen seien selten. Rudolf Hillebrecht war so eine. Hannovers berühmter Baudezernent starb am 6. März 1999, das Namensschild Rudolf-Hillebrecht-Platz vor der Bauverwaltung wurde am 26. Februar 2000 enthüllt, ein paar Tage vor Ablauf der Jahresfrist.
Ob eine Straße nach Altkanzler Kohl benannt wird, entscheidet der jeweils zuständige Bezirksrat. Berührt die Straße zwei Bezirke, hat der aber Rat das letzte Wort.  

Dabei ist es bisher geblieben. Die Parteispitze hat zwischenzeitlich über Straßen im Zooviertel diskutiert, die sich für eine Umbenennung eignen. Anfangs konnte sich Parteichef Alptekin Kirci die Hindenburgstraße als Helmut-Schmidt-Straße vorstellen. Das war nicht ohne Brisanz, weil die Landesgeschäftsstelle der CDU in der Hindenburgstraße residiert. Die Straße gilt dem historischen Beirat der Stadt ohnehin als Kandidat für eine Umbenennung. „Wir müssen eine Namensgebung einvernehmlich regeln“, sagt Kirci jetzt.

"Konsens mit den Parteien"

CDU-Mann Oppelt hat prinzipiell nichts gegen eine Straßenbezeichnung nach dem SPD-Altkanzler. „Uns ist wichtig, einen Konsens mit den Parteien zu erreichen“, sagt er. Eine Helmut-Kohl-Straße solle möglichst in der City liegen, aber es dürfe auch eine Straße sein, in der nicht viele Menschen wohnen.

Was meinen Sie?

Sollte in Hannover eine Straße nach Helmut Kohl benannt werden?

Auch die FDP wünscht sich jetzt, dass eine Straße in Hannover nach einem berühmten Parteigänger benannt wird. „Wir könnten uns eine Hans-Dietrich-Genscher-Straße vorstellen“, sagt Hannovers Liberalen-Chef Patrick Döring. Die Hindenburgstraße komme dafür nicht infrage, weil die FDP eine Umbenennung der Straße grundsätzlich ablehnt. Ein Weg in einem Neubaugebiet solle aber nicht nach dem früheren Außenminister benannt werden, meint Döring. Helmut Kohl mit einer Straße zu ehren, hält er für denkbar. „Vielleicht kann es auch eine öffentliche Einrichtung sein“, sagt Döring.

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