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Aus der Stadt Das sind die CDU-Kandidaten für die Bundestagswahl
Hannover Aus der Stadt Das sind die CDU-Kandidaten für die Bundestagswahl
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00:15 31.01.2017
Von Simon Benne
Handschlag im HCC: Wilfried Lorenz (l.) und Maximilian Oppelt. Quelle: Alexander Körner
Hannover

Es war ein mit Spannung erwartetes Duell zwischen Erfahrung und Erneuerungswillen, zwischen einem alten Hasen und einem aufstrebendem Talent. Am Ende siegte das aufstregende Talent überraschend deutlich: In einer Kampfkandidatur setzte sich bei der Urwahl der Bundestagskandidaten von Hannovers CDU im HCC Maximilian Oppelt durch. Der 30-Jährige erhielt 124 Stimmen, sein 74-jähriger Kontrahent Lorenz nur 42. Damit tritt Oppelt bei der Wahl am 24. September nun im Wahlkreis Hannover-Nord an, den 2013 die SPD-Kandidatin Kerstin Tack gewonnen hatte. Von mehr als 1500 CDU-Mitgliedern waren rund 200 ins HCC gekommen, um die Kandidaten für die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen zu nominieren. Im Bundestagswahlkreis Hannover-Süd wurde erwartungsgemäß Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gekürt, sie blieb ohne Gegenkandidatin und erhielt mit 72 von 74 Stimmen ihr bislang bestes Nominierungsergebnis.

Der CDU-Stadtverband nominiert seine Kandidaten fuer die Bundes- und Landtagswahlen im HCC.

Lorenz hatte sich in seiner Bewerbungsrede betont besonnen gegeben, den alten Adenauer zitiert und auf seine Erfahrung verwiesen: "Ich weiß, wie Politik funktioniert", sagte der frühere Bundeswehroffizier, der 2013 überraschend über die Landesliste in den Bundestag eingezogen war. Oppelt hingegen setzte auf das Thema innere Sicherheit: Der Rechtsstaat müsse Stärke zeigen, es sei falsch, Tätergruppen mit Rücksicht auf politische Korrektheit nicht beim Namen zu nennen, sagte er. Er sprach sich für mehr Videoüberwachung aus und forderte, Moscheen gewaltbereiter islamistischer Gruppierungen notfalls zu schließen. In seinem Wahlkreis will der Jurist aus Groß-Buchholz, der seit neun Jahren stellvertretender Vorsitzender von Hannovers CDU ist, zum ersten Mal seit 1957 ein Direktmandat für seine Partei holen: "Die SPD soll hier den Atem der CDU spüren."

Chancenlos blieb der 46-jährige Dirk Heuer aus Kleefeld, der überraschend als dritter Bewerber kandidiert hatte; er erhielt nur zwei Stimmen. Unter anderem hatte er gefordert, Angela Merkel ins Gefängnis zu stecken und einen Grenzzaun zu Tschechien zu errichten.

Für die Landtagswahl in einem Jahr nominierten die CDU-Mitglieder ihren Parteichef Dirk Toepffer, den Ratsherrn Felix Blaschzyk, Herrenhausens Ortsvorsitzende Georgia Jeschke, sowie den Bankbetriebswirt Jesse Jeng und als Seiteneinsteigerin die Geschäftsführerin der Unternehmerverbände Niedersachsen, Mareike Wulf, als Direktkandidaten für die fünf Wahlkreise. "Das ist ein tolles Team, das die Vielfalt einer Großstadtpartei widerspiegelt", sagte Toepfer.

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