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CDU stemmt sich gegen Bebauung von Plätzen

Stadtentwicklung CDU stemmt sich gegen Bebauung von Plätzen

Die CDU will sich bei den Themen Stadtentwicklung und Verkehr zum Teil deutlich von der rot-grünen Stadtpolitik absetzen. Beim CDU-Kreisparteitag am Donnerstag waren sich die Christdemokraten einig, dass die Plätze Hannovers nicht weiter bebaut werden sollen.

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Ein Freiraum, der den Bürgern erhalten bleiben soll: Der Klagesmarkt.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Ob Klagesmarkt oder Marstall – solche Freiräume sollten den Bürgern erhalten bleiben“, sagte CDU-Stadtchef Dirk Toepffer und kritisierte damit die Bauvorhaben der Stadt. So sollen auf dem südlichen Teil des Klagesmarktes zwei Gebäudekomplexe entstehen, gestritten wird lediglich noch um die Höhe der Häuser. „Statt immer neuer Bauten auf Freiflächen muss vielmehr die Attraktivität der Plätze gesteigert werden“, meinte CDU-Bauexperte Hannes Hellmann, etwa durch bequeme Sitzmöglichkeiten oder Fitnessgeräte für Senioren.

Die Forderungen der Christdemokraten bekommen Unterstützung von ungewohnter Seite. Auch die Linken werden nicht müde zu betonen, dass die Stadt die Finger von ihren Plätzen lassen sollte. So kritisierte Linken-Fraktionschef Oliver Förste unlängst, dass mit der Bebauung des Klagesmarktes ein traditioneller Kundgebungsort für politische Proteste entfalle. Auch der Frischluftzufuhr für die City seien die geplanten Hochhäuser auf dem Klagesmarkt abträglich, ein Argument, das die CDU gleichfalls anführt.

Anders jedoch als Linke und Rot-Grün sprechen sich die Christdemokraten gegen eine Verengung von Straßen in der City aus. „Darüber kann man allenfalls nachdenken, wenn der Autoverkehr tatsächlich geringer wird“, sagte Toepffer. Aber selbst wenn dieser Zustand eintreten sollte, dürfe ein Rückbau von Straßen keinesfalls dazu führen, die frei werdenden Flächen zu bebauen.

Diskussionen um Ausbau der D-Linie

Wie berichtet, plant die Stadtverwaltung, die Karmarschstraße um zwei Fahrspuren zu verkleinern. Der ADAC hält die Verengung für unproblematisch. Die Grünen machen keinen Hehl daraus, den Rückbau von Straßen ausdehnen zu wollen. Sie haben etwa den Friedrichswall im Visier, der ihres Erachtens auch mit deutlich weniger Fahrspuren die Verkehrsflüsse bewältigen könne.

Weniger einig waren sich die CDU-Mitglieder beim Ausbau der D-Linie, also der Stadtbahnstrecke, auf der die Linien 10 und 17 fahren. Während die Südstädter Christdemokraten fordern, dass die Strecke oberirdisch bis zum Bismarckbahnhof verlegt und dort eine Niederflurbahn mit geringer Einstiegshöhe verkehren soll, wollten sich die Parteifreunde in Linden nicht auf „kleinteilige technische Details“ festlegen. Die Niederflurbahn ist auch innerhalb der rot-grünen Koalition umstritten. Die Grünen fordern vehement die Einführung einer tiefergelegten Stadtbahn, dadurch könne man auf den Bau von Hochbahnsteigen, etwa auf der belebten Limmerstraße, verzichten, so ihr Hauptargument. Die SPD hält dagegen, ein zweites Stadtbahnsystem rechne sich nicht. Sie liegt damit auf einer Linie mit der Üstra.

Ein weiterer Beschluss des Parteitags dürfte auch Rot-Grün gefallen. Die Stadt solle auf Freiflächen, etwa überdachten Parkplätzen, Solarmodule installieren, forderten Christdemokraten aus Döhren-Wülfel. Und falls der Stadt das Geld fehle, die Sonnenkollektoren selbst zu bauen, könnten die Flächen ja an private Investoren vermietet werden. Die Vorschläge des Parteitags finden Eingang in das Wahlprogramm, das die CDU im August beschließt.

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