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Aus der Stadt CDU und FDP lehnen Container auf dem Opernplatz ab
Hannover Aus der Stadt CDU und FDP lehnen Container auf dem Opernplatz ab
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21:39 11.08.2011
Acht Baucontainer sind bereits aufgestellt, vier weitere bilden ab Montag die dritte Etage. Noch bis 2013 sollen sie auf dem Opernplatz stehen bleiben. Quelle: Surrey
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Hannover

Die in die Kritik geratenen Baucontainer auf dem Opernplatz sollen erst am Montag um die dritte Etage aufgestockt werden. Das hat die Sprecherin der Düsseldorfer Centrum-Grundstücksgesellschaft, Sigrid Auberg, am Donnerstag mitgeteilt. Warum das Containerdorf neben der von Georg Ludwig Friedrich Laves gebauten Oper nicht schon in dieser Woche aufgestockt wird, konnte Auberg nicht sagen.

Unterdessen nimmt die Ablehnung des Containerdorfs zu. „Das sieht grauslich aus“, sagte das CDU-Ratsmitglied Dieter Küßner. „Der schönste und exponierteste Platz der Stadt ist erst für ein paar Millionen wieder hergerichtet worden und dann stellt man so hässliche Dinger da drauf“, sagte er. Wenn man in Hannover einen kleinen Pavillon aufstellen wolle, um etwas Gutes zu tun, müsse man ein kompliziertes Genehmigungsverfahren durchlaufen, meinte Küßner.

CDU-Fraktionschef Jens Seidel beklagte, dass die Stadt mit dem Containerstandort auf dem Opernplatz die Einbußen für die Kaufleute in der Innenstadt noch weiter verstärkt. „Ich bin schon etwas schockiert über die im Rathaus getroffene Entscheidung“, sagte er.

„Ich weiß nicht, wie man auf so eine Idee kommen kann“, meinte auch FDP-Ratsmitglied Wilfried Engelke. Engelke, der beruflich viel auf Baustellen unterwegs ist, meinte, dass man sich einen Platz direkt auf dem Baugelände suche müsse. „Es wird sich dort etwas finden lassen“, sagte er. Möglich ist seiner Meinung nach ein Bereich direkt am Kröpcke-Center oder auch auf dem Dach des Gebäudes. Engelke rechnet durch den Standort auf dem Opernplatz mit Unfallgefahren für die Passanten. „Da transportiert dann abends eine Armada von Bauarbeitern ihre Geräte auf Schubkarren durch die Menschenmenge“, sagte er.

SPD und Grüne verteidigten dagegen die Entscheidung der Bauverwaltung. „Prall ist das nicht“, sagte der Bauexperte der SPD-Ratsfraktion, Thomas Hermann. Eine riesige Baustelle erfordere auch Einschränkungen, meinte er. Für einen begrenzten Zeitraum sei das zu akzeptieren. Für die Grünen meinte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Dette, die Container auf dem Opernplatz seien zwar nicht schön, aber sie würden gebraucht. Wenn es einen besseren Vorschlag gäbe, könnte der umgesetzt werden.

Das Landesamt für Denkmalschutz vertritt die Auffassung, dass die Stadt sich das Aufstellen von der Unteren Denkmalschutzbehörde möglicherweise hätte genehmigen lassen müssen. „Es ist eine Ermessensfrage“, sagte der Präsident des Landesamtes, Stefan Winghart. „Zweieinhalb Jahre sind ein langer Zeitraum und das beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Denkmals erheblich“, meinte er. Stadtsprecher Dennis Dix konnte am Donnerstag nicht klären, ob es die Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde, die zur städtischen Bauverwaltung gehört, gibt.

Was halten Sie von den Baucontainern auf dem Opernplatz? Schreiben Sie uns – per E-Mail an hannover@haz.de

Mathias Klein

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