Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
CDU und FDP lehnen Container auf dem Opernplatz ab

Baucontainer CDU und FDP lehnen Container auf dem Opernplatz ab

Am Mittwoch waren mit Genehmigung der Stadt die ersten acht Baucontainer für die mit dem Umbau des Kröpcke-Centers beschäftigten Bauarbeiter aufgestellt worden. Kaufleute und Hannovers Tourismuschef Hans Nolte hatten das kritisiert. Die Container sollen bis Ende 2013 dort stehen bleiben.

Voriger Artikel
Kartenfälscher plündern Volksbank-Konten
Nächster Artikel
Mehr Anzeigen wegen Schwänzens

Acht Baucontainer sind bereits aufgestellt, vier weitere bilden ab Montag die dritte Etage. Noch bis 2013 sollen sie auf dem Opernplatz stehen bleiben.

Quelle: Surrey

Hannover. Die in die Kritik geratenen Baucontainer auf dem Opernplatz sollen erst am Montag um die dritte Etage aufgestockt werden. Das hat die Sprecherin der Düsseldorfer Centrum-Grundstücksgesellschaft, Sigrid Auberg, am Donnerstag mitgeteilt. Warum das Containerdorf neben der von Georg Ludwig Friedrich Laves gebauten Oper nicht schon in dieser Woche aufgestockt wird, konnte Auberg nicht sagen.

Unterdessen nimmt die Ablehnung des Containerdorfs zu. „Das sieht grauslich aus“, sagte das CDU-Ratsmitglied Dieter Küßner. „Der schönste und exponierteste Platz der Stadt ist erst für ein paar Millionen wieder hergerichtet worden und dann stellt man so hässliche Dinger da drauf“, sagte er. Wenn man in Hannover einen kleinen Pavillon aufstellen wolle, um etwas Gutes zu tun, müsse man ein kompliziertes Genehmigungsverfahren durchlaufen, meinte Küßner.

CDU-Fraktionschef Jens Seidel beklagte, dass die Stadt mit dem Containerstandort auf dem Opernplatz die Einbußen für die Kaufleute in der Innenstadt noch weiter verstärkt. „Ich bin schon etwas schockiert über die im Rathaus getroffene Entscheidung“, sagte er.

Mit Genehmigung der Stadt sind am Mittwoch die ersten acht Baucontainer für die mit dem Umbau des Kröpcke-Centers beschäftigten Bauarbeiter aufgestellt worden. Sie sollen dort bis Endes des Jahres 2013 stehen bleiben. Kaufleute in der City und Hannovers Tourismuschef Hans Nolte hatten dies scharf kritisiert. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die einen anderen Standort für das Containerdorf fordern.

Zur Bildergalerie

„Ich weiß nicht, wie man auf so eine Idee kommen kann“, meinte auch FDP-Ratsmitglied Wilfried Engelke. Engelke, der beruflich viel auf Baustellen unterwegs ist, meinte, dass man sich einen Platz direkt auf dem Baugelände suche müsse. „Es wird sich dort etwas finden lassen“, sagte er. Möglich ist seiner Meinung nach ein Bereich direkt am Kröpcke-Center oder auch auf dem Dach des Gebäudes. Engelke rechnet durch den Standort auf dem Opernplatz mit Unfallgefahren für die Passanten. „Da transportiert dann abends eine Armada von Bauarbeitern ihre Geräte auf Schubkarren durch die Menschenmenge“, sagte er.

SPD und Grüne verteidigten dagegen die Entscheidung der Bauverwaltung. „Prall ist das nicht“, sagte der Bauexperte der SPD-Ratsfraktion, Thomas Hermann. Eine riesige Baustelle erfordere auch Einschränkungen, meinte er. Für einen begrenzten Zeitraum sei das zu akzeptieren. Für die Grünen meinte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Dette, die Container auf dem Opernplatz seien zwar nicht schön, aber sie würden gebraucht. Wenn es einen besseren Vorschlag gäbe, könnte der umgesetzt werden.

Das Landesamt für Denkmalschutz vertritt die Auffassung, dass die Stadt sich das Aufstellen von der Unteren Denkmalschutzbehörde möglicherweise hätte genehmigen lassen müssen. „Es ist eine Ermessensfrage“, sagte der Präsident des Landesamtes, Stefan Winghart. „Zweieinhalb Jahre sind ein langer Zeitraum und das beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Denkmals erheblich“, meinte er. Stadtsprecher Dennis Dix konnte am Donnerstag nicht klären, ob es die Genehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde, die zur städtischen Bauverwaltung gehört, gibt.

Was halten Sie von den Baucontainern auf dem Opernplatz? Schreiben Sie uns – per E-Mail an hannover@haz.de

Mathias Klein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kröpcke-Baustelle
Jeder Container ist 2,80 Meter hoch – sie sollen mit Werbung für das Staatstheater verkleidet werden.

Container-Ärger an der Oper: Ausgerechnet auf Hannovers schönstem Platz stehen seit Mittwoch Baucontainer. Nicht nur Geschäftsleute in der City empören sich darüber.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Maschseefest: Das ist die neue Löwenbastion

So sieht es an der neuen Löwenbastion aus