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CDU will Kriminalstatistik für jeden Stadtteil

Polizei CDU will Kriminalstatistik für jeden Stadtteil

Die CDU will sich im anstehenden Kommunalwahlkampf dafür stark machen, dass die Kriminalstatistik der Polizei künftig für jeden Stadtteil gesondert veröffentlicht wird. Bislang gibt die Behörde die Zahlen der Straftaten pro Jahr lediglich für das gesamte Stadtgebiet heraus.

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Die CDU will, dass die Kriminalstatistik in Hannover auf die Stadtteile herunter gebrochen wird.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Andere Polizeipräsidien sind einen Schritt weiter. In Hamburg wird die Kriminalstatistik bereits seit 2005 auf die Stadtteile herunter gebrochen und öffentlich gemacht. „Wir haben damit nur positive Erfahrungen gemacht“, sagt der dortige Polizeisprecher Holger Vehren.

Ihren Vorstoß wollen die beiden CDU-Ratsherren Maximilian Oppelt und Felix Blaschzyk beim Kreisparteitag in einer Woche mit einen Ergänzungsantrag einbringen. Es ist zu erwarten, dass das Papier eine breite Zustimmung finden und in das Wahlprogramm aufgenommen werden wird. „Nur wenn man die Probleme genau kennt, kann man sie auch sinnvoll angehen“, sagt Oppelt. Die bisherige Praxis der Polizei bezeichnete der CDU-Parteivize als „Geheimniskrämerei, die zu Misstrauen in der Bevölkerung“ führe. „Wir wissen, dass viele Polizeibeamte in Hannover überhaupt kein Problem damit hätten, die Zahlen für die Stadtteile zu veröffentlichen, doch sie werden von der rot-grünen Koalition gebremst“, sagt Oppelt. Auch die örtlichen Akteure in einem Viertel könnten nur dann aktiv werden, wenn die Probleme vor Ort genau bekannt seien.

"Keine Entwicklung der Zahlen in den einzelnen Stadtteilen ersichtlich"

Die Polizeidirektion Hannover will dennoch an ihrer bisherigen Praxis festhalten und die Kriminalstatistik ausschließlich für das gesamte Stadtgebiet veröffentlichen. „Ein Herunterbrechen der Zahlen auf die Stadtteile würde einen erheblichen personellen Aufwand darstellen, weil die Stadtteilgrenzen nicht mit den Reviergrenzen übereinstimmen“, sagt Behördensprecher Mirco Nowak. Zudem würde diese Auswertungspraxis die Veröffentlichung der Kriminalstatistik zeitlich verzögern. „Darüber hinaus liegen keine Vergleichszahlen vor, sodass keine Entwicklung der Zahlen in den einzelnen Stadtteilen ersichtlich ist“, sagt Nowak. Die statistischen Werte für die einzelnen Stadtteile seien außerdem zum Teil so klein, dass sich daraus keine konkreten Aussagen ergeben würden.

CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk hält die Argumentation der Polizeidirektion zum Teil für „haarsträubend“. Vergleichszahlen, um die Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen ablesen zu können, könnten nie vorliegen, wenn die Behörde nicht irgendwann mit der Einzelauswertung beginne. Den Vorstoß zur kleinteiligeren Veröffentlichung der Kriminalstatistik will er eingebunden wissen in einen ganzen Forderungskatalog zur Stärkung der inneren Sicherheit in Hannover. „Es geht dabei auch um Beleuchtungskonzepte für dunkle Ecken in dieser Stadt, um mehr Polizeistreifen an Brennpunkten und um die Stärkung des kommunalen Präventionsrats“, sagt Ratsherr Blaschzyk.

Idee ist schon älter

Die Polizeidirektion Hannover war nicht immer so verschlossen, wenn es um die Veröffentlichung der Anzahl der Straftaten nach Stadtteilen ging. Im Jahr 2011 kündigte der damalige Polizeipräsident Uwe Binias an, seine Behörde werde die Kriminalstatistik für das Jahr 2012 im Frühjahr 2013 zum ersten Mal bezogen auf die Stadtteile öffentlich machen. Bei der Landtagswahl im Januar 2013 verlor die schwarz-gelbe Landsregierung ihre Mehrheit an die Koalition aus SPD und Grünen. Hannovers damaliger Behördenleiter Axel Brockmann, der später für die CDU ins Rennen um das Amt des Regionspräsidenten ging, musste seinen Hut nehmen. Der Plan zur Veröffentlichung der Kriminalstatistik für die Stadtteile wanderte daraufhin in die Schubladen der Behördentische.

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