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CDU will „Platz der Niedersachsen“

Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz CDU will „Platz der Niedersachsen“

Der Platz vor dem Landtag, bisher nach dem ersten Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf (SPD) benannt, soll einen neuen Namen erhalten. Diese Forderung bekommt in der Politik immer mehr Unterstützer.

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Der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz soll umbenannt werden.

Quelle: Ditfurth

Hannover. Am Mittwoch hatte die Historische Kommission Niedersachsen Kopf als „moralisch-politisch belastet“ bezeichnet, gleichwohl von einer Umbenennung von Straßen, Plätzen und Schulen abgeraten. Gleichwohl werden Rufe genau danach lauter.

Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Björn Thümler sagte, Kopf sei „als Namenspatron nicht länger haltbar“. Der Platz vor dem Landtag müsse eine neue Bezeichnung bekommen. Thümler regte „Platz der Niedersachsen“ an. Darin stimmt ihm der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden Niedersachsen, Michael Fürst, ausdrücklich zu. Das Gutachten, das Kopf belastet und sich gleichzeitig für seine weitere Ehrung ausspricht, nannte Fürst „desolat“. „Eine Vielzahl von Delikten im Dritten Reich kann durch eine demokratische Gesinnung nach 1945 nicht aufgewogen werden“, sagte er. Kopf war in der NS-Zeit geschäftlich an der Enteignung von Polen beteiligt gewesen. Der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag, Helge Limburg, plädierte ebenfalls für die Umbenennung des Platzes. Die SPD-Landtagsfraktion plant eine Podiumsdiskussion zum Theme. Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) will Anfang Dezember im Ältestenrat des Landtags über das weitere Vorgehen beraten.

Die SPD im Rat Hannovers hat noch keinen Beschluss in dieser Sache gefällt. „Wir warten noch die Empfehlung der städtischen Kommission ab“, sagt SPD-Fraktionsvize Thomas Hermann. Entscheiden müsse letztlich der Bezirksrat Mitte, der allein für eine Umbenennung zuständig sei. Hermann befürwortet eine einvernehmliche, parteiübergreifende Lösung. „Das Thema eignet sich nicht für politische Kontroversen“, sagt er.

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