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CDU will Senioren mit Gittern schützen

Straßenverkehr in Hannover CDU will Senioren mit Gittern schützen

Um mehr Sicherheit für ältere Menschen im Straßenverkehr zu gewährleisten, fordert die CDU das Aufstellen von Gittern an Unfallschwerpunkten in Hannover. Durch die Metallbarrieren am Straßenrand könne verhindert werden, dass gerade Senioren Straßen an unübersichtlichen Stellen überqueren, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Seidel.

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Ruf nach mehr Sicherheit für ältere Menschen im Verkehr

Quelle: dpa

Hannover. Um mehr Sicherheit für ältere Menschen im Straßenverkehr zu gewährleisten, fordert die CDU das Aufstellen von Gittern an Unfallschwerpunkten. Durch die Metallbarrieren am Straßenrand könne verhindert werden, dass gerade Senioren Straßen an unübersichtlichen Stellen überqueren, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Seidel. Fahrradfahrer und Fußgänger würden durch solche Gitter zu Fußgängerüberwegen geleitet. Das Baudezernat sollte „endlich seine Möglichkeiten ausnutzen und bauliche Lösungen anbieten“, sagte der CDU-Fraktionschef.

Seidel reagierte mit seinem Vorschlag auf den Lagebericht zur Stadtentwicklung, den das Rathaus am Mittwoch vorgelegt hatte. Der Bericht hatte festgestellt, dass in keiner vergleichbaren Stadt das Risiko für Senioren, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, größer ist als in Hannover. Mit 34 Unfallopfern pro 10 000 Einwohnern belegt die Stadt einen unrühmlichen Spitzenplatz. Allerdings folgen in der Statistik weitere Städte mit geringem Abstand. In Stuttgart ist das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, nur halb so hoch wie in Hannover. Verglichen worden waren die 15  Großstädte mit mehr als 500 000 Einwohnern. Seidel bezeichnet es gestern als „bedenklich“, dass die Stadt bei Unfällen mit Senioren den Spitzenplatz belege, zumal Hannover vor zwei Jahren die Stadt mit den meisten Kinderunfällen war.

Die Polizei hält von dem Vorschlag der CDU, Metallgitter an Straßenrändern und Plätzen aufzustellen, gar nichts. „Es gibt charmantere und städtebaulich geeignetere Lösungen“, sagte Verkehrsexperte Gerd Schöler. Als Beispiel nannte er das Üben der täglichen Wege mit den Senioren. „Man kann mit ihnen den Weg zum Nachbarn, zum Arzt und zur Apotheke abgehen und die Gefahren erklären“, meinte er. Möglich sei es auch, Fußgängerüberwege oder Ampeln auf die Strecken zu verlegen, die die Senioren benutzen. „Es geht darum, eine Querung so schnell wie möglich so sicher wie möglich zu machen“, sagte Schöler. Ältere Menschen würden sich beim Überqueren von Straßen selbst überschätzen.

Der Seniorenbeirat sieht das ganze Thema nicht so dramatisch. „Es gibt zwar immer mal wieder Unfälle, aber im großen und ganzen lebt man in Hannover sicher“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats, Klaus Dickneite. Ältere Menschen seien beim Überqueren von Straßen häufig unsicher, daher sei vor allem Aufklärung gefragt. Seine Organisation suche dazu immer wieder das Gespräch mit älteren Menschen.

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