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Aus der Stadt Café am Kröpcke feiert mit viel Lokalprominenz
Hannover Aus der Stadt Café am Kröpcke feiert mit viel Lokalprominenz
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00:17 24.11.2016
Das Café am Kröpcke bietet mit Herbert Schmalstieg (von links), Stephan Weil und Stefan Schostok gleich drei Oberbürgermeister auf. Quelle: Droese
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Hannover

Eigentlich waren die Ehrengäste gekommen, um ein Jubiläum zu feiern. Also zurückzublicken. Aber kaum hatte Ulrich Gehrke, der Vorsitzende des Beirats der Eigentümergesellschaft des Café am Kröpcke, bei der Feierstunde zum 40. Jahr nach dem Wiederaufbau des Cafés 1976 die Begrüßung hinter sich gebracht, da feierte die Festgemeinde die Zukunft. Denn Gehrke verkündete, dass Mövenpick den Mietvertrag für das Café gerade verlängert habe, bis 2027. Szenenapplaus.

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Schon seit 40 Jahren treffen sich die Hannoveraner im Café am Kröpcke mitten im Herzen der Innenstadt. Bei einer großen Feier zum 40. Geburtstag des Traditionscafés wurde an seine teils turbulente Geschichte erinnert. Gleich drei Oberbürgermeister haben zum Jubiläum das Café besucht: Herbert Schmalstieg ist ebenso gekommen wie Ministerpräsident Stephan Weil und Stefan Schostok.

Der Café-am-Kröpcke-Firma, die den gesamten Gebäudekomplex im Auftrag von 20 Unternehmen verwaltet, war am Montag das Kunststück gelungen, zum Jubiläum gleich drei Oberbürgermeister aufzubieten: zwei a. D., einer amtierend.

Schmalstieg erinnerte an die Historie, daran, dass es nach dem U-Bahn-Bau keinen hannoverschen Gastronomen gegeben habe, der das Café wiedereröffnen wollte – und auch Mövenpick habe man erst überzeugen müssen. Der Erfolg kam rasch. Als allerdings der damalige Café-Chef Helmut Uhl den Kröpcke-Schriftzug abmontieren lassen wollte, habe er ihn angerufen und gesagt: „Machen Sie das. Und dann können Sie Ihren Laden zumachen.“ Der Schriftzug blieb.

Die 40 Jahre waren eine turbulente Zeit, mit Konzeptänderungen und Baulärm und wirtschaftlichen Neujustierungen. Aber das Kröpcke ist das Herz Hannovers geblieben: Er kenne keine Landeshauptstadt, deren Mittelpunkt ein Café sei, sagte Stephan Weil. Oliver Altherr, Chef der Mövenpick-Mutter Marché, hatte den Standort zuvor als „Prestigeobjekt“ des Konzerns bezeichnet. Der Mann, der in der Stadt immer noch am meisten mit dem Kröpcke identifiziert wird, der frühere Geschäftsführer Dietmar Althof, erinnerte auf die Frage nach seinem wichtigsten Erlebnis im Café an die Maueröffnung: „Das hat uns alle verändert.“ Und der jetzige Chef Mathias Baller versprach, drei Dinge werde er nie von der Speisekarte nehmen: Tatar, Lachs-Rösti und Zürcher Geschnetzeltes.

Schostok schaute wieder nach vorn. Es seien so viele Geschäftsabschlüsse im Café Kröpcke getätigt worden, so viele Liebespaare hätten sich dort zum ersten Mal getroffen, so viele Beziehungen seien hier gerettet worden, etliche Politiker zu Ministern geworden – und damit habe sich das Café dermaßen etabliert, dass es nicht nur für die nächsten zehn, sondern für die nächsten 100 Jahre bleiben müsse.

Von Bert Strebe

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