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1000 Bäumchen für die Cebit

Messe soll grün werden 1000 Bäumchen für die Cebit

Von Green IT, umweltfreundlicher Computertechnologie, wird auf der Cebit wieder viel die Rede sein, das US-Unternehmen Salesforce aber nimmt das Öko-Bekenntnis wörtlich. Die Messe selbst soll grüner werden, daher lässt das IT-Unternehmen rund 1000 Bäumchen auf dem Gelände pflanzen, überwiegend Eichen.

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So stellt sich die Firma die Gestaltung des Platzes am Nordeingang der Messe vor: In den Aufstellern in der Form der Ziffer 1 stehen die Eichensetzlinge.

Quelle: Illustration: Salesforce

Hannover. Sie sollen am kommenden Montag zum Messestart auf dem Platz am nördlichen Eingang in ein provisorisches Beet eingegraben werden. Nach der Cebit will das Unternehmen die etwa 30 bis 50 Zentimeter hohen Setzlinge der Stadt schenken. „Wo genau in Hannover die Bäume eingepflanzt werden können, muss noch abgestimmt werden“, sagt Joachim Schreiner, Deutschland-Chef bei Salesforce. Das Unternehmen hat seinen Sitz in San Francisco und wurde 1999 gegründet. Einen Namen hat sich die Firma mit Computerprogrammen für Firmen gemacht. Salesforce setzt auf vernetzte Computer über die sogenannte Cloud („Wolke“). Dabei werden Daten nicht mehr konventionell auf den Festplatten des eigenen Rechners sowie auf CDs gespeichert, sondern über das Internet auf Speichercomputern des Anbieters verwahrt, die irgendwo auf dem Globus stehen können. Salesforce gehört zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen weltweit und zählt derzeit mehr als 13 000 Beschäftigte.

„Wir wollen mit unserer Aktion bei den Cebit-Besuchern den Sinn für Gemeinnützigkeit fördern“, sagt Schreiner. Nicht allein Salesforce-Mitarbeiter graben die Bäumchen ein, jeder Messebesucher ist aufgefordert, zur Schaufel zu greifen. Die Töpfe, in die die Pflanzen am Messeeingang gesetzt werden sollen, stehen in Regalen in der Form von drei großen Einsen. Damit wirbt das Unternehmen für seine karitativen Grundsätze: Ein Prozent des Eigenkapitals geht an klamme Kommunen, ein Prozent der Produkte stellt Salesforce Organisationen zur Verfügung, die nicht gewinnorientiert arbeiten, und ein Prozent ihrer Zeit sollen die Mitarbeiter des US-Unternehmens für gemeinnützige Arbeit einsetzen. „Wir wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben“, sagt Schreiner.

Wenn am kommenden Montag zur Cebit-Eröffnung die ersten kleinen Eichen eingesetzt sind, wird damit nicht nur für den Software-Giganten geworben. Mitorganisator ist die Initiative „Plant for the Planet“, die 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner ins Leben gerufen wurde. Er hatte die Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen könnten, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Inzwischen ist die Initiative zu einer weltweiten Bewegung gewachsen und hat prominente Unter- stützer. So zählt etwa der Schauspieler Harrison Ford zu den Förderern.

So rechtschaffen die Pflanzaktion auf dem Messegelände sein mag, Hannover ist nun keine Stadt, der es an Grün mangelt. Es dürfte also nicht leicht werden, genügend Platz für ein kleines Eichenwäldchen zu finden.

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