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„Hundeflüsterer“ fällt durch Hundeprüfung

Cesar Millan in Hannover „Hundeflüsterer“ fällt durch Hundeprüfung

„Hundeflüsterer“ Cesar Millan wird einen Teil seiner Show am Mittwoch in Hannover wohl selbst nur als Zuschauer erleben. Die Landeshauptstadt hat dem Superstar aus den USA verboten, den Teil des Programms selbst durchzuführen, in dem er mit Hunden von Zuschauern arbeitet. Der Grund: Millan fiel durch eine Prüfung für Hundetrainer.

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Startet in Hannover auf seine Deutschland-Tournee: Cesar Millan.

Quelle: dpa

Hannover. Laut Tierschutzgesetz braucht er eine sogenannte Sachkundeprüfung für Hundetrainer. Diese wollte Millan extra für die Veranstaltung ablegen. Bei der Prüfung am 10. September fiel der 45-jährige jedoch durch.

„Das war unglücklich“, sagt sein Pressesprecher Florian Wastl. Bei der Prüfung, für die sich ein Veterinär der Stadt mit Millan am Flughafen traf, habe der Hundetrainer nur wegen sprachlicher Probleme gepatzt. „Es gab zwar einen Dolmetscher, bei der Übersetzung gings aber wohl dennoch einiges verloren“, sagt Wastl. Dem widerspricht Stadtsprecher Udo Möller: „Die Prüfung ist einwandfrei abgelaufen.“. Es gehe ja auch nicht darum, den Hundetrainer aus den USA zu boykottieren. „Wir wollen lediglich, dass ein Teil seiner Show von einem Trainer durchgeführt wird, der über ein entsprechendes Sachkundezertifikat verfügt“, erklärt Möller.

Millan sieht das anders und wandte sich per Eilantrag an das Verwaltungsgericht Hannover. Er war der Meinung, er brauche keine Erlaubnis der Stadt nach dem Tierschutzgesetz, da es sich nicht um ein Training der Hunde, sondern um eine künstlerische Darbietung halte. Außerdem arbeite er ohnehin nur kurze Zeit mit den Hunden. Die Richter folgten dieser Argumentation jedoch nicht und lehnten den Antrag gegen das Verbot ab. Auch das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg, wo Millan daraufhin Beschwerde einlegte, wies seinen Einspruch am Mittag zurück.

„Ganz gleich wie es ausgeht, die Veranstaltung in Hannover wird wie geplant stattfinden“, sagt Wastl. Millan werde die fremden Hunde einfach „nicht trainieren, sondern nur mit ihnen interagieren“, sagt der Pressesprecher. „Dem Hauptteil des Publikums wird der Unterschied wahrscheinlich nicht einmal auffallen.“ Für einen Zuschauer sollten die Unterschiede jedoch deutlich werden. „Wir haben natürlich einen Veterinär in der Halle, der kontrolliert, ob unsere Vorgaben eingehalten werden“, sagt Stadtsprecher Möller.

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