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Chefwechsel im Freundeskreis

Rücktritt von Cericius Chefwechsel im Freundeskreis

Der Vorsitzende des Freundeskreises Roger Cericirus ist zurückgetreten. Dies hatte er schon bei seiner Wiederwahl 2015 angekündigt. Als Nachfolger wünscht er sich seinen Stellvertreter Matthias Görn.

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Roger Cericius und Matthias Goern im Interview

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Hannovers größter Bürgerverein steht vor einem Führungswechsel. Der langjährige Vorsitzende Roger Cericius (46) gibt sein Amt zurück, „ausschließlich von guten Gefühlen begleitet“, wie es in einem gestern verschickten Rundbrief an die 1500 Mitglieder heißt. Für die Nachfolge gibt es einen Vorschlag. Stellvertreter Matthias Görn (42), kaufmännischer Vorstand des Landesmuseums, würde das Ehrenamt übernehmen, wenn die Mitgliederversammlung in der nächsten Woche zustimmt.

Der Wechsel kommt für Vertraute nicht ganz überraschend: Erst 2015 war Cericius für vier Jahre wiedergewählt worden. Gegenüber Vorstandskollegen hatte er allerdings damals angekündigt, den Verein nur noch für eine Übergangszeit führen zu wollen - und Görn als Wunschnachfolger aufgebaut. Entscheiden müsse die Mitgliederversammlung am 9. März. „Es ist eine Wahl, und jeder kann kandidieren“, betont Cericius. Er halte Görn für die „ideale Besetzung“. Der Vater eines elfjährigen Sohnes weiß, dass der Vorsitz viel Engagement erfordert. „Es ist ein toller Verein mit vielen aktiven Mitgliedern“, sagt Görn. „Ich habe große Lust, die Aufgabe zu übernehmen.“

Cericius war 15 Jahre lang im Vorstand

Mit dem Wechsel geht für den Freundeskreis eine Epoche zu Ende. Seit 29 Jahren gibt es den Verein. 15 Jahre davon war der umtriebige Cericius, von Beruf Netzwerkmanager bei der VGH, im Vorstand aktiv, elf Jahre davon als Vorsitzender. Wichtigste Zäsur in dieser Zeit: die Verschmelzung des alten kommerziell geprägten Verkehrsvereins mit dem kulturell orientierten Freundeskreis, die trotz Querelen ziemlich reibungslos gelang. Das Konzept sei aufgegangen, sagt Cericius. Dafür sprächen die Mitgliederzahlen. Jedes Jahr wächst der Freundeskreis um etwa 100 Mitglieder. Jetzt zählt er zu den größten seiner Art in Deutschland. Der Verein sei „ein Schatz, um den uns viele Städte beneiden“.

60 Veranstaltungen im Jahr organisiert der Freundeskreis, von Frühstückstreffs für seine Mitglieder über Unternehmensbesuche bis hin zur Verleihung des Stadtkulturpreises. Größtes Event im vergangenen Jahr: Der Freundeskreis richtete das Bürgerfest zum 775. Stadtgeburtstag aus.

Cericius will sich aus dem Vorstand zwar zurückziehen, aber weiter aktives Mitglied im Freundeskreis bleiben. Er hat eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Offene Gesellschaft“ angeschoben, die im April startet. Doch auch der Freundeskreis selbst könnte sich verändern. Eine Befragung soll zeigen, was sich die Mitglieder von ihrem Verein wünschen. Man wolle die Aktivitäten auf die Gesamtregion ausweiten und sich für die Bewerbung als Kulturhauptstadt starkmachen. „Im nächsten Jahr werden wir 30 Jahre alt. Da ist es gut, wenn wir darüber nachdenken, wie wir unser Erscheinungsbild behutsam modernisieren“, sagt Görn.

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Von Redakteur Conrad von Meding

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