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Christopher Street Day trifft auf Jamie-Lee

Politik und Public Viewing Christopher Street Day trifft auf Jamie-Lee

Auf dem Opernplatz wird am Wochenende nicht nur der Christopher Street Day gefeiert, sondern auch Eurovision Song Contest geguckt. Nach einem Festzug durch die Stadt, politischen Ansprachen und viel Musik können die Besucher am Abend Jamie-Lee anfeuern.

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Am Opernplatz gibt es wieder was zu gucken.

Quelle: Frank Wilde/Archiv

Hannover. Den Auftritt von Jamie-Lee Kriewitz beim Eurovision Song Contest werden am Sonnabend viele Menschen in und um Hannover verfolgen. Nirgends werden sich aber so viele gemeinsam zum Daumendrücken zusammenfinden wie auf dem hannoverschen Opernplatz. Denn hier wird das Public Viewing des ESC von 21 Uhr an direkt in den Christopher Street Day eingemeindet. „Das passt. Der ESC ist ja durchaus eine Veranstaltung, die in der queeren Szene viel Freude auslöst“, sagt Corinna Weiler vom Verein Andersraum, der das frühere Hannover Pride nun allein organisiert und mit der Umbenennung in Christopher Street Day die politische Ausrichtung des Festivals betonen will. 

Mit rund 20 000 Besuchern wird gerechnet, die ab Sonnabend Mittag auf dem Opernplatz in aller erster Linie erst einmal da sind. „Es geht darum, sichtbar zu sein“, sagt Weiler, „auch das gehört zu unserer Demonstration.“ Einen bunten, lauten Zug durch die Innenstadt gibt es von 14 Uhr an aber auch, nach den Begrüßungsreden, unter anderem von Grünen-Politikerin Rebecca Harms und Hannovers Bürgermeisterin Regine Kramarek. 

Um 14 Uhr soll sich dann der Zug in Bewegung setzen, bis 16.30 Uhr soll die Demonstration „loud and proud“ dauern, anschließend wird die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt ein Grußwort an die Festivalbesucher richten, und es gibt einen Beitrag zu einem der politischen Schwerpunkte des CSD: „Queer Refugees for Pride.“ Von 17 Uhr an geht es mit Musik von Alyssa und Coverol weiter, bevor dann um 21 Uhr Jamie-Lee und Co. das Ruder auf der Großbildleinwand vor der Oper übernehmen. Das Public Viewing ist eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Kulturbüro der Stadt, das auf die CSD-Organisatoren zugekommen ist. „Wir arbeiten ohnehin eng mit der Stadt zusammen“, sagt Corinna Weiler. 

Genau genommen dauert der Christopher Street Day sogar zwei Tage. Am Sonntag geht es von 15 Uhr an – wiederum gut sichtbar, hörbar und bunt – auf dem Opernplatz weiter, unter anderem mit einer Talkrunde zum Thema „Visionen für queeres Leben“ und viel Musik, unter anderem von Noam Bar, Diva, Ohrenpost, den Bösen Schwestern und Second Pitcher. Tim Mason wird von 18 Uhr an auflegen, und die Abschlussparty steigt schließlich gegen Mitternacht im Agostea in der Nähe des Zentralen Omnibus-Bahnhofs.

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